Neues Führungsduo

Nachwuchs im Blick: Bad Sooden-Allendorf hat neue Stadtbrandinspektoren

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Neues Führungsduo der Badestädter Feuerwehren: Stadtbrandinspektor Andreas Eichenberg (rechts) und sein Stellvertreter Nils Brocke.  

Bad Sooden-Allendorf. Andreas Eichenberg wurde kürzlich zum neuen Stadtbrandinspektor von Bad Sooden-Allendorf gewählt, Nils Brocke zu seinem Stellvertreter.

Sie sind 33 und 32 Jahre jung und haben – zunächst einmal für fünf Jahre – die Verantwortung für die Feuerwehr-Aktiven in Bad Sooden-Allendorf übernommen. Den Erhalt aller acht Wehren und ihrer Standorte nennt das Führungsduo als wichtige Aufgabe. Das schließe die Förderung der Jugend als „Einsatzkräfte von morgen“ ein.

Auch die Zusammenarbeit der Wehren wollen Eichenberg und Brocke weiter vorantreiben, unter anderem durch einen gemeinsamen Ausbildungsdienst. Und ansonsten wollen die Beiden sich alsbald mit allen Wehrführern zusammensetzen und über Ziele, Sorgen und Nöte sprechen – und sich dann danach ausrichten.

Nachwuchs zu finden, wird immer schwieriger

Es werde immer schwieriger, nicht nur Nachwuchs für die Einsatzabteilungen zu finden, sondern auch Führungskräfte mit den passenden Lehrgängen, bedauert Eichenberg. Aber erst, wenn eine Truppe keinen eigenen Wehrführer mehr habe, sollten Ortsteil-Wehren als „letzte Konsequenz“ dann zusammengehen. Dass bei einem Brand stets zwei benachbarte Wehren ausrücken und gemeinsam löschen, ist schon seit Längerem üblich.

Sorgen darum, dass die Stadt angesichts der finanziell angespannten Situation ihre Wehren nicht ausreichend ausrüstet, machen sich Eichenberg und Brocke nicht. „Die kümmert sich drum“, sagen sie, dass man den Stand der Technik halten könne. Als nächster großer Investitionsposten steht die Ausstattung der rund 65 Mitglieder in den Jugendwehren mit Wetterschutzjacken und Sicherheitsschuhen wie für die „Großen“ an.

In der Jugendwehr hat einst auch Andreas Eichenbergs Karriere als Feuerwehrmann begonnen. Sein Cousin habe ihn 1996 mitgenommen, erinnert sich der heute 33-Jährige an viele Wettkämpfe und Ausflugsfahrten: „Das hat angesteckt.“ Trotz der neuen Aufgabe als Stadtbrandinspektor bleibt er seiner alten Truppe in Oberrieden als stellvertretender Wehrführer erhalten.

In dieser Funktion als Vize will auch Nils Brocke, der im Berufsleben als Fachkraft für Lagerlogistik in einem Autohaus in der Badestadt beschäftigt ist, für die Truppe von Kleinvach und Weiden weiterhin zur Verfügung stehen. Der 32-Jährige fing, damals noch in Allendorf wohnhaft, mit dem ehrenamtlichen Engagement für die Feuerwehr 2004 in der Kernstadt an, wo er bis 2018 auch noch Gruppenleiter war.

Kaum freie Tage

Andreas Eichenberg, im Berufsleben als Papiermacher bei einer großen Fabrik in Witzenhausen tätig, hat in den vergangenen fünf Jahren, in denen er von seinem Vorgänger Michael Gros als dessen Stellvertreter auch schon bewusst für die Übernahme des Amtes vorbereitet wurde, die Begleiterscheinungen dieses Amtes erfahren. „Das Telefon klingelt immer mal“, sagt er, er werde in allen Belangen angesprochen. Eichenberg: „Einen richtig freien Tag in der Woche gibt es nicht.“

Dazu gehört auch der kommende Dienstag, 23. April, wenn die Kernstadtwehr ihre traditionelle Osterübung zeigt, diesmal auf dem Marktplatz in Allendorf neben dem Rathaus ab 14.30 Uhr.

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