Dach ist dringend zu sanieren

Bad Sooden-Allendorf soll mehr Geld für Andreaskapelle bereitstellen

Marodes Dach: Die Andreaskapelle außerhalb von Kleinvach, die als Friedhofskapelle dient, muss dringend saniert werden. Doch das kostet 220 000 Euro.
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Marodes Dach: Die Andreaskapelle außerhalb von Kleinvach, die als Friedhofskapelle dient, muss dringend saniert werden. Doch das kostet 220 000 Euro.

Nach wie vor kann die mehr als 400 Jahre alte Andreaskapelle, die als Friedhofskapelle für den Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Kleinvach dient, nicht genutzt werden.

Insbesondere das marode Dach muss dringend saniert werden. 76 500 Euro wurden von der Stadt Bad Sooden-Allendorf bereits im vorigen Jahr zugesagt, doch inzwischen hat sich herausgestellt, dass es damit nicht getan ist. Abzüglich der Unterstützung durch das Dorferneuerungsprogramm, wodurch 60 000 Euro vom Land zugesichert sind, wird die Stadt von der Kirchengemeinde gebeten, weitere 83 500 Euro zu bewilligen.

Außer der gesamten Dachkonstruktion müssen die Mauerkrone und das Turmkreuz saniert werden. Auch sind die Giebeldreiecke und die Turmwände zu verkleiden und muss die Kassettendecke repariert werden.

Wie Pfarrer Dr. Daniel Bormuth an den Magistrat schrieb, sei es erforderlich, dass die Finanzierung des gesamten Projektes noch in diesem Jahr gesichert wird. Ansonsten verfielen die ersten zugesagten Mittel aus der Dorferneuerung. Zugleich stellte er aber Spenden durch die Dorfbevölkerung und Eigenleistungen in Aussicht.

Eine Zusage zu dem Begehren, das bereits auf der Tagesordnung der wegen der Corona-Pandemie abgesagten März-Sitzung des Parlaments stand, gaben die Stadtverordneten am Freitagabend, als sie erstmals nach dem Lockdown wieder zusammenkamen, nicht. Zunächst soll der Antrag im Bauausschuss beraten werden.

Viel Arbeit für den Bauausschuss

Auf den Ausschuss kommt noch mehr Arbeit zu: Er soll, wie am Freitag beschlossen wurde, sich mit den Projekten Wiederbelebung des Sportinternats mit einem anderen Konzept und Erlebnisgarten des Familienzentrums befassen, damit dafür auch finanzielle Unterstützung von Bund und Land fließen kann.

Weiterhin soll auf Antrag der CDU-Fraktion das Verkehrs- und Radwegekonzept in Sooden auf die ganze Stadt erweitert werden.

Auch mit einer beantragten Änderung des Bebauungsplanes „Allendorf Nordost“ muss sich der Ausschuss befassen. Konkret geht es um die Absicht eines Investors, wie schon „Am alten Festplatz“ in Sooden nun auch an der Ecke Asbacher Landstraße/Wilhelm-Büchner-Straße ein größeres, barrierefreies Mehrfamilienhaus zu errichten. 

Am Freitagabend gab SPD-Fraktionschef Peter Hieronimus bereits zu bedenken, dass es dort dann zu einer weiteren Bausünde kommen könnte. Und er versteht es als Auftrag für den Bauausschuss, zu diesem Ansinnen die Anlieger ausführlich anzuhören.

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