Badestadt geht bei Ärztesuche neue Wege

Bad Sooden-Allendorf arbeitet mit der Initiative „Landarzt sein“ zusammen

Bad Sooden-Allendorf macht mit: Tobias Fleischhut (rechts) stellte Bürgermeister Frank Hix die Initiative „Landarzt sein“ vor.
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Bad Sooden-Allendorf macht mit: Tobias Fleischhut (rechts) stellte Bürgermeister Frank Hix die Initiative „Landarzt sein“ vor.

Um die ärztliche Versorgung in Bad Sooden-Allendorf zu sichern, gehen die Verantwortlichen jetzt neue Wege.

Bad Sooden-Allendorf – Im Bestreben, die ärztliche Versorgung auch in der ländlichen Region und speziell in Bad Sooden-Allendorf für die Zukunft sicherzustellen, beschreitet die nordhessische Kurstadt neue Wege. Soeben ist sie eine Kooperation mit der bundesweiten Initiative „Landarzt sein“ eingegangen, die drei aus Frielendorf (Schwalm-Eder-Kreis) stammende Brüder erst vor einem Monat ins Leben gerufen haben.

Johannes Fleischhut (34), Nikolas Kindler (32), der den Namen seiner Ehefrau angenommen hat, und Tobias Fleischhut (28) geben auf ihrer Internetseite ländlichen Kommunen kostenlos die Gelegenheit, dem Ärztemangel vorzubeugen und um Nachwuchs unter den jungen Medizinern zu werben. Geboren worden war die Idee aus dem seit einem Jahr vergeblichen Versuch ihres Vaters, einen Nachfolger für seine Arztpraxis zu finden.

Auch wenn viele Ärzte sich vermehrt in den großen Städten niederließen, steht für die drei Brüder fest, dass das Leben als Landarzt viel attraktiver sei als sein gegenwärtiges Image. Steigende Immobilienpreise, überlaufene Städte und teure Praxisübernahmen machten Ballungsgebiete für eine Niederlassung eher unattraktiv.

Im Gegensatz zu etablierten Plattformen, die einen wesentlichen Punkt außer Acht ließen, ist der Grundgedanke des neuen Angebotes, dass die Niederlassung eines Arztes ganz wesentlich auch mit dem regionalen Umfeld zusammenhänge. So erhielten Gemeinden und Landkreise auf der Internetseite die Möglichkeit, sich umfassend, etwa in den Bereichen Schulen, Sport, Kultur, Mobilität, Familienfreundlichkeit oder landschaftliche Reize, zu präsentieren und zugleich Kenntnis zu erhalten von den vielfältigen, individuellen Fördermöglichkeiten. Praxisangebote würden automatisch verknüpft mit der Region, sodass der Interessent alle wichtigen Informationen auf einen Blick erhalte.

Über die sozialen Medien war Bürgermeister Hix erst vor Kurzem auf die Initiative aufmerksam geworden, in der er „einen vielversprechenden Ansatz für die Akquise junger Nachwuchsärzte“ sieht und Bad Sooden-Allendorf deutschlandweit als eine der ersten Kommunen auf der neuen Plattform präsentiert. landarzt-sein.de (zcc)

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