Bad-Sooden-Allendorf

Badestädter Grüne wollen Gradierwerk nur zur Hälfte sanieren

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Trocken statt nass: Dieser Teil des Gradierwerks soll nach einem Vorschlag der Grünen stillgelegt und mit einer Solaranlage bestückt werden. 

Bad Sooden-Allendorf. Wenn es nach den Grünen im Stadtparlament von Bad Sooden-Allendorf geht nur zu etwa der Hälfte wieder auf Vordermann gebracht werden.

In diesem Sinne äußerte sich der Grünen-Abgeordnete Gustav Nolte jetzt in der jüngsten Sitzung des Bauaussschusses. Die grundhafte Sanierung des Gradierwerks würde 1,7 Millionen Euro kosten.

Dies würde die Stadt dann auch um etwa die Hälfte der Kosten entlasten, sagte Nolte. Ein billigeres Verfahren, dem mit Salz verkrusteten Schwarzdorn per Ultraschall zu Leibe zu rücken, statt ihn gänzlich auszuwechseln, war deshalb verworfen worden, weil es so und in dieser Größenordnung noch nie geprüft worden sei, wie Bauamtsleiter Helmut Franke mitteilte.

Nach dem Vorschlag Noltes soll der östliche Teil des Gradierwerkes zwischen der Fußgängerunterführung unter der Bahnlinie und der Straße, die das Gradierwerk unterquert, „trocken gelegt“, sprich: nicht mehr mit salzhaltigem Wasser berieselt werden. Allerdings wurden erhebliche Zweifel laut, ob dann nicht die Holzkonstruktion Schaden nehmen werde.

Nolte regte an, auf dem still gelegten Teil des Gradierwerkes eine nach Süden hin ausgerichtete Solaranlage anzubringen, die großflächig Strom für die unmittelbar benachbarte Werratal-Therme erzeugen könne. Etwaige Bedenken des Denkmalschutzes wies Nolte zurück. Anderenorts, etwa in Bad Kreuznach, werde ebenso verfahren. Ob das den Besuchern des Außenbereichs der Sauna gefallen würde, die dann keine frische „Meeresbrise“ mehr erhielten, blieb offen.

Der Nolte-Plan soll nun nach Beschluss des Bauausschusses näher geprüft werden, bevor das Thema ins Parlament geht. 

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