Badestädter sollen feiern wie einst

Zum abgesagten Erntefest in Bad Sooden-Allendorf gibt es trotzdem die traditionelle Plakette

Festplakette zum Erntedank- und Heimatfest Bad Sooden-Allendorf mit blau-rotem Mund-Nasen-Schutz, an einem Blumenstrauß hängend.
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Passend zur besonderen Zeit: Trotz abgesagten Erntefestes wurde traditionell eine Festplakette aufgelegt – mit blau-rotem Mund- und Nasenschutz darauf.

In Bad Sooden-Allendorf gibt es nun eine Festplakette, obwohl das Erntedank- und Heimatfest wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden kann.

Bad Sooden-Allendorf – Auch wenn das Erntedank- und Heimatfest in Bad Sooden-Allendorf von den verantwortlichen Organisatoren wegen der Schutzbestimmungen zur Corona-Pandemie längst abgesagt worden ist, kann das langsam steigende Festfieber bei vielen Badestädtern nicht gesenkt werden.

Um zunächst einmal den Wunsch vieler Sammler zu befriedigen, dass für das Jahr 2020 kein schwarzer Fleck zwischen den bisherigen und den künftigen Festplaketten entsteht, wie es Festausschussvorsitzender Stefan Lauer ausdrückte, wurde auch für das ausfallende Fest eine Plastikplakette aufgelegt. Basierend auf einer Idee von Ausschussmitglied Stefan Heuckeroth-Hartmann, der auch gleich einen ersten Entwurf kreierte, und nach Feinarbeit durch Ausschussmitglied Klaus Rhenius ziert nun – passend zur besonderen Zeit – eine stilisierte Mund-/Nasenschutzmaske in den Allendörfer Farben Blau-Rot vor dem in Schwarz-Weiß gehaltenen Stadtwappen die weiße Plakette.

Sie wird seit einigen Tagen bereits in fünf Verkaufsstellen angeboten: Hobby-Boutique am Marktplatz, Buchhandlung Frühauf und Physiotherapie-Praxis Lauer an der Kirchstraße in Allendorf, Brunnen-Apotheke an der Landgrafenstraße sowie privat bei Andrea Friederich, Ackerstraße 14.

Straßenverkäufer mit der Plakette gibt es in diesem Jahr aber nicht, sagte Lauer. Die Nachfrage nach der Plakette, hat er erfahren, sei schon groß.

Die Plakette kostet fünf Euro, 1000 Stück wurden aufgelegt. Vom Reinerlös will der Festausschuss den Kapellen und Spielmannszügen, die wegen Corona keine Auftritte haben, etwas Unterstützung zukommen lassen.

Wegen der Corona-Regeln wird es am Freitagabend, 14. August, an dem sonst das Altstadtfest stattgefunden hätte, auch keinerlei Stände in den Straßen geben, teilte Lauer mit. Überhaupt werde der Festausschuss in diesem Jahr nichts veranstalten. Nichtsdestotrotz würde man sich freuen, wenn möglichst viele Menschen sich in der Familie oder Kränzewickel-Gemeinschaft – mit Beachtung der Schutzregeln – vor die Türen setzen und quasi feiern wie einst.

Außerdem wird dem Vernehmen nach von den Kirchengemeinden noch zum Festgottesdienst am Sonntag, 16. August, auf den Festplatz eingeladen. (Stefan Forbert)

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