Berliner Gruppe ?Shmaltz! spielte zum Weltfrauentag

Die „malwonische“ Gruppe „?Shmaltz!“ präsentierte sich dem Publikum als eigenwilliges, manchmal gewollt chaotisch wirkendes Ensemble, das mit seinen hinreißenden Interpretationen das Publikum bestens unterhielt. Foto: Pujiula

Bad Sooden-Allendorf. Das Kulturforum der Kurstadt hatte sich zum Internationalen Frauentag etwas Besonderes ausgedacht - und das Gleichstellungsbüro des Kreises alle Frauen dazu eingeladen.

Und so füllte sich das Kurtheater an diesem Samstag mit den vielen Frauen - Männer waren auch dabei, die einen mitreißenden Abend verbrachten: mit der Berliner Gruppe „?Shmaltz!“, die schon vor gut einem Jahr das Publikum im Allendorfer Hochzeitshaus begeistert hatte.

Auch diesmal feierten die drei Frauen und drei Männer der Gruppe einen durchschlagenden Erfolg mit einem Programm aus herrlicher Musik und tollen Liedern aus dem Land Malwonien, einem fiktiven Land, das man in keiner Karte findet, das aber vermutlich irgendwo zwischen Moldawien und dem Balkan liegt, denn viele der Stücke, die an diesem Abend gespielt wurden, scheinen aus dieser Ecke zu kommen.

Aber auch Klezmerklänge und verträumte Walzer waren an diesem Abend zu hören. Alles bunt und mit feurigen Rhythmen, die geradezu ins Blut gingen und eine magische Atmosphäre im Saal schufen. Alle sechs Interpreten waren hervorragend: die drei jungen Frauen, die mit ihrem Charme und ihrem Können begeisterten - die Akkordeonistin Paula Sell, die mit virtuosen Einlagen glänzte, Anke Lucks, die die Posaune famos spielte, und Claudia Mende, die mit rasanten Einlagen als regelrechte „Teufelsgeigerin“ für riesigen Applaus sorgte.

Und neben der reizenden Weiblichkeit die drei Männer: Carsten Wegener, ein ausgezeichneter Kontrabassist, der zweimal mit dem „weinenden Engel“, einer Säge, das Publikum verzauberte, Detlef Pegelov, der „Hauptmoderator“ des Abends, der mit Banjo oder mit Horn gefiel und Thomas Schudack, der gelegentlich mit Tuba, meistens mit Perkussion, vor allem aber mit seinen Songinterpretationen Glanzlichter setzte.

Ein toller Abend zum Genießen und Staunen - gelegentlich auch zum Schmunzeln und Lachen, denn neben der Musik gab es auch eine Menge witzige Kommentare.

Aber über allem stand die Faszination der Musik, die manche Assoziationen weckte: an Weill, die Kabarettlieder der dreißiger Jahre, Paolo Conte und Filmmusiken von Fellini. (zpu)

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