Betonspritzmauer sichert Absturzbereich der Allendorfer Stadtmauer

Sicherung der Abbruchstelle: Die Stahlkonstruktion des oberen Teils der Betonspritzwand, die künftig den Druck aus Richtung Altstadt auffängt, war am Mittwochvormittag schon vorbereitet. Am Nachmittag sollte der Beton kommen. Foto: Forbert

Bad Sooden-Allendorf. Zwei Wochen nach dem Zusammenbruch von 20 Metern der alten Stadtmauer Allendorfs ist die Gefahr eines weiteren Abrutschens von Teilen der Straße gebannt.

Das gilt für den Bereich der Straße Hinter der Mauer. Am Mittwochnachmittag wurde eine Wand aus Beton in die Stahlkonstruktion gespritzt, die in den vergangenen Tagen auf dem Abbruchstück installiert wurde.

Konkret wurden stählerne Druckpfähle mit fünf Prozent Neigung in den Boden gebracht, außerdem Zugpfähle mit einer Neigung von 15 Prozent in die andere Richtung. So entsteht eine keilförmige Rückverankerung, die nun den Druck von Straßenuntergrund und den angrenzenden Häusern auffängt. Die Stadtmauer, die im Frühjahr aus den in einen Garten und gegen die hölzerne Sicherungswand am Fischerstadt gestürzten Quadern wieder aufgebaut werden soll, dient dann quasi als Verblendung der Betonwand.

Noch ist nicht die ganze Stützwand erstellt, nur das obere Stück wurde jetzt gespritzt. Bis Mitte Januar aber soll, wie es am Mittwoch seitens der Baufirma hieß, die Sicherung komplett sein.

Durch den Absturz wird die sowieso beabsichtigte Sanierung der Stadtmauer wohl auch wesentlich günstiger. Näheres soll bei einer Informationsveranstaltung am Freitagabend vom Bauamt erläutert werden.

Danach droht der Stadt Ärger. Einige Anlieger empören sich schon im Vorfeld der Versammlung, weil sie zu Straßenbeiträge herangezogen werden sollen.

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