Neujahrsempfang: Bürgerpreis an die Allendorfer Nachtführer

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Bürgerpreisträger: Die Stadtführer-Gruppe „Allendorf bei Nacht“ wurde von Bürgermeister Frank Hix (links), VR-Bank-Vorstand Stefan Fross (Zweiter von rechts) und Parlamentsvorsteherin Silvia Börner (rechts) ausgezeichnet. Initiator und Salzbeamter Gerhard Rademacher (von links), Stadtschreiber Werner Voss, Nachtwächter Herbert Friese, Initiatorin und Sälzerin Ursula Rademacher, Bläser vom Turm Karl Schramm, Salzträgerin Rita Bremser, Fischer Uwe Friedrich und Salzträger Walter Bremser waren in ihren historischen Gewändern erschienen, Flötenspielerin Johanna Langefeld fehlte.

Bad Sooden-Allendorf. Sie waren am Sonntagmittag schon in ihren historischen Gewändern als Salzbeamter und Sälzerin, Stadtschreiber und Fischer, Bläser und Nachtwächter im Hochzeitshaus angetreten.

Die Stadtführer-Gruppe „Allendorf bei Nacht“ wurde als Höhepunkt des Neujahrsempfangs mit dem von der VR-Bank Werra-Meißner gestifteten Bürgerpreis der Badestadt ausgezeichnet. Damit werde erneut eine Gruppe geehrt, die sich besonders für die Badestadt und das Gemeinwohl engagiere, sagte Bürgermeister Frank Hix.

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Die Stadtführer-Gruppe mache die Altstadt „seit zehn Jahren unsicher“, wie der Rathaus-Chef launig lobte, und mache die Gäste und auch Einheimische mit vielen zum Teil kaum bekannten Ecken und Geschichten bekannt. Bis Ende vorigen Jahres nahmen schon über 13 000 Menschen an einer der 25 bis 30 jährlich stattfindenden historischen Stadtführung teil.

Und das Beste: Die Einnahmen daraus verteilt die Gruppe stets für soziale und kulturelle Zwecke in der Stadt und insbesondere zur Erhaltung der St.-Crucis-Kirche. Erst im Dezember wurden wieder 3000 Euro für das Projekt „Winterkirche“ gespendet.

Gegründet wurde die Gruppe im September 2004 als selbstständige Untergruppe des Vereins für Heimatkunde Bad Sooden-Allendorf. Es war die Idee des historisch sehr interessierten Ehepaares Ursula und Gerhard Rademacher, Gästen und Einwohnern die Geschichte der Stadt und der St.-Crucis-Kirche in historischen Klüften näher zu bringen. So wurden auch gleich einstige, die Stadt prägende Berufe - Salzbeamter und Sälzerin, Stadtschreiber und Salzträgerin, ebenso Fischer, Turmbläser und Flötenspielerin - wieder zum Leben erweckt und die Historie anschaulicher gemacht.

Jeden zweiten Dienstag im Monat (Treffpunkt am Brauhaus um 19 Uhr) finden die historischen Stadtführungen statt, sie enden mit einem kleinen, zünftigen Essen im Ratskeller. Zudem werden Sonderführungen angenommen.

Dank an weitere Initiativen 

Ohne die Bereitschaft von Bürgern, etwas für die Gesellschaft zu tun, wäre die Stadt nicht so lebens- und liebenswert, sagte Bürgermeister Hix, der einmal mehr das Ehrenamt in den Mittelpunkt seiner Dankesworte stellte. Dabei erwähnte er in der Rückschau auf 2014 auch den Förderverein zum Erhalt des Freibades, dessen Mitglieder im ersten Jahr gleich 1800 Stunden ehrenamtlich geleistet hätten, was der Stadt hochgerechnet fast 50 000 Euro erspart habe.

Ebenso erwähnte Hix lobend die neuen Trägervereine für die Dorfgemeinschaftshäuser in den Stadtteilen, die vor großen Herausforderungen stünden, und die „neu aufgelegte“ Initiative „Handel(n) in BSA“, durch die Handel und Gewerbe eine gemeinsame Stimme erhielte. (sff)

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