7. „Moment Mal“-Abend

Chancen vor der Haustür: Nordhessen als Raum für Möglichkeiten 

Sorgten für interessante Einblicke: Marco Lenarduzzi (von links), Markus Schott, Prof. Dr. Michaela Zilling, Christiane Kohl, Moderator Claus-Peter Müller von der Grün und Hubertus Spill. Foto: Weber

Bad Sooden-Allendorf. 270 Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik folgten am Mittwoch der Einladung der VR-Bank Werra-Meißner und der Autohäuser Stöber zum 7. „Moment Mal“-Abend.

„Unser Ziel ist es, die Region selbstbewusster zu machen", erklärte Andrea Stöber. VR-Bank-Vorstand Uwe Linnenkohl freute sich, dass so viele Gäste nach der Podiumsdiskussion ins Gespräch kamen.

Nordhessen ist eine Region mit vielen Möglichkeiten - wenn man zusammenarbeitet, auf beste Qualität achtet und die Region als Ganzes gut vermarktet. Das ist die Essenz des siebten „Moment Mal“-Abends, zu dem die VR-Bank Werra Meißner und die Autohäuser Stöber in Bad Sooden-Allendorf eingeladen hatten.

Auf dem Podium stellten sich fünf Akteure den frechen Fragen von Moderator Claus-Peter Müller von der Grün. Sie gehen neue Wege und ließen das Publikum an ihren Erfahrungen teilhaben: Christiane Kohl ist als Journalistin weit herum gekommen und betreibt nun in ihrem Elternhaus, der „Bärenmühle“ (Waldeck-Frankenberg), ein Hotel. Nordhessen verkauft sich unter Wert, beobachtet sie: „Wir sind Provinz, aber das ist nicht schlimm.“ Nordhessen könne gerade Städtern viel bieten: Ruhe, schöne Landschaft und tolle Gastronomie. „Man muss aber höchste Qualität bieten, sonst kommt niemand her.“

Das sieht auch Naturpark-geschäftsführer Marco Lenarduzzi so: Zwar habe die Region eine artenreiche Landschaft und viel Kulturgeschichte zu bieten. Aber: „Das Prospekt kann noch so bunt sein: Die Gäste kommen nur, wenn etwa Ordentliches auf dem Teller ist und sie schöne Zimmer vorfinden.“ Dass Nordhessen so vielfältig ist, ist laut Lenarduzzi auch ein kleiner Nachteil. „Man kann nicht mit nur einer Marke punkten.“ Die Werbung für Nordhessen müsse besser, einfacher und übersichtlicher werden.

Dass man in der Provinz erfolgreich sein kann, beweist Markus Schott aus Homberg/Efze, der maßgefertigte Flipflops weltweit verkauft. Seine Mitarbeiter seien hochmotiviert. Es sei aber schwer, sie in der Region zu halten, weil es für junge Menschen wenig Angebote gäbe. „Hier müssen wir mehr tun.“

Prof. Dr. Michaela Zilling, die Präsidentin der Diploma-Hochschule Bad Sooden-Allendorf, sieht im „Provinziellen“ Vorteile: „Ablenkungen der Großstadt gibt es hier nicht, da können sich die Studenten besser aufs Studium konzentrieren.“ Auch sie setzt aufs Internet, dank des „virtuellen Studiums“ machen Menschen aus ganz Deutschland ihr Examen in der Badestadt.

Großes Stelldichein beim Moment-mal-Abend

Dass hohe Qualität aus Liebe zu seinem Projekt kommt, ist für Pfarrer Hubertus Spill keine Überraschung. Wer das Credo „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, befolge, gebe automatisch sein Bestes.

Während des Abends wurden Spenden für zwei Projekte gesammelt: Die ungewöhnlichen Angebote der St. Crucis-Gemeinde in Bad Sooden-Allendorf und das neue Naturpark-Mobil, mit dem Umwelt-bildungsangebote in Schulen und Kindergärten gebracht werden. Die Gäste spendeten 1450 Euro, die VR-Bank und die Autohäuser Stöber werden den Betrag auf 2000 Euro aufstocken.

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