Debüt für Salzprinzessin bei der 22. Märchenwoche

Noch geheim: Das Kostüm der Salzprinzessin (Lena Logemann, von links), hier mit Frau Holle (Petra Jathe) und Goldmarie (Sophia Faßhauer). Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Neben Frau Holle, die nicht nur von Bad Sooden-Allendorf, sondern auch von Hessisch Lichtenau als Symbolfigur in Anspruch genommen wird, wird es in der Kurstadt eine zweite Märchenfigur geben, die als Markenzeichen Strahlkraft weit über die Region hinaus haben soll.

Zur 22. Märchenwoche, die am Ostersonntag beginnt, wird die Salzprinzessin ihr Debüt geben. Das kündigte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Märchenhaftes Bad Sooden-Allendorf, Petra Jathe, bei der Vorstellung des Programms in der Werratal-Therme an.

Ob die Regentschaft der Salzprinzessin nur erst- und einmaligen Charakter hat oder von Dauer sein wird, stehe noch nicht fest, antwortete Jathe auf Anfrage unserer Zeitung. Letzteres drängt sich freilich auf für eine Stadt wie Bad Sooden-Allendorf, deren wirtschaftliche Grundlage Sole und Salz sind.

Immerhin hat es die Salzprinzessin schon zum Motiv für den Button der Märchenwoche geschafft und ist auf vielfältige Weise in das Wochenprogramm eingebunden, so zum Beispiel, wenn sie am 1. April (kein Scherz) an der Werratal-Therme bei musikalischer Unterhaltung einen Elsbeerbaum pflanzt, dessen Früchte Vögel gern als Futter nehmen, die sich aber auch zum Schnapsbrennen eignen.

Die Salzprinzessin verkörpert Lena Logemann. Der Studentin (19) aus Bad Sooden-Allendorf gelingt damit - wenn man so will - ein bemerkenswerter Karrieresprung. In der Vergangenheit sah man sie an der Seite von Frau Holle meist als Pechmarie.

Apropos: Die Rolle von Pech- und Goldmarie übernehmen im Wechsel sieben junge Frauen: die Schwestern Sophia und Anina Emely Faßhauer, Anna-Maria Wayand, Charlotte Vaupel, Chantal Rieger, Noemi Hantelmann und Hanna Marth.

Wie immer ist das Programm zwischen dem 27. März und 3. April voll gestopft mit Attraktionen für Jung und Alt. Größere Abweichungen gegenüber den Vorjahren gibt es nicht. Hervorzuheben ist aber „The Whitney Houston Show“ als fulminante Eröffnungsveranstaltung am Ostersonntag um 19.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum. Neu im Programm sind eine Märchenschnitzeljagd mit schönen Preisen für Jung und Alt sowie Singen und Tanzen für Kinder. Täglich werden an vielen Orten Märchen erzählt, und jeden Tag schüttelt Frau Holle am Söder Tor die Betten aus. Es gibt wieder eine große Tombola, viel buntes Treiben im Kurpark und zum Finale einen märchenhaften Festzug im Innenbereich Soodens. An Sonn- und Feiertagen haben im Kurviertel die Geschäfte geöffnet.

Ausschließlich Frauen - exakt acht an der Zahl - haben die 22. Märchenwoche seit September vorbereitet und dabei streng darauf geachtet, dass der Etat nicht gesprengt wird, der sich ganz wesentlich aus dem Verkauf der Buttons (fünf Euro) speist. (zcc)

Mehr Infos: www.maerchenwoche.de

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