"Moment Mal"-Abend lockte 300 Gäste

DFB-Chef und Top-Manager geben Tipps für gute Veränderungen

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Sie stellten sich dem Thema „Veränderungen“: Moderator Claus-Peter Müller von der Grün, Uwe Linnenkohl (Vorstand VR-Bank), Dr. Björn Metzner (Regionalleiter Vertrieb bei VW), Andrea Stöber (Autohäuser), DFB-Präsident Reinhard Grindel, Bettina Maschke (Vorstand VR Bank) und Marco Schulz (Vorstand im Genossenschaftsverband „Verband der Regionen“).

Bad Sooden-Allendorf. Was haben der DFB-Präsident, ein VW-Vertriebsleiter und ein Wirtschaftsprüfer eines Genossenschaftsverbands gemeinsam? Sie diskutierten am Mittwoch in Bad Sooden-Allendorf über das Thema „Neues wagen“.

90 Minuten lang teilten Reinhard Grindel, Dr. Björn Metzner und Marco Schulz beim „Moment Mal“-Abend ihre Erfahrungen mit mehr als 300 geladenen Entscheidern aus dem Werra-Meißner-Kreis und gaben kurzweilig Einblick in ihre Branchen. Ihre Top-Tipps:

1. Bereit sein für Veränderung: Dazu rät vor allem Marco Schulz, der aus der ehemaligen DDR stammt. „Ich habe gesehen, was passiert, wenn es Stillstand gibt.“ Schulz sagt auch: „Sicherheit kann trügerisch sein. Es lohnt sich immer ein zweiter Blick.“ Auch für Metzner und Grindel sind Veränderungen etwas Positives. Man sollte alte Erfahrungen mit ins Neue nehmen, empfiehlt der DFB-Chef.

2. Veränderung braucht ein starkes Team: Hier könne jeder viel vom Fußball lernen, findet VW-Mann Metzner: Moderne Trainer würden nie allein arbeiten, sie setzten auf genaue Analyse, Nachwuchsförderung und flexibles Arbeiten. Wer als Chef sein Team durch Veränderungsprozesse steuert, brauche viel Fingerspitzengefühl, so Schulz. Mitarbeiter hätten oft Angst vor Veränderungen, zudem gebe es Rückschläge, daher müsse man Zweifler einbinden. Grindel rät zu Transparenz: „Alle Beteiligten müssen die gleichen Informationen haben.“

3. Kunden sollen Fans werden: Ob Fußball, Bank oder Autohandel – die Nähe zum Kunden und der Region sei wichtig, waren sich die drei Redner auf dem Podium einig. Nur so könnten Unternehmer ihre Kunden auch in Krisenzeiten halten.

4. Augen auf für Ideen und Wertewandel: Sich auf Kundenwünsche einzustellen könne auch bedeuten, dass man Geschäftsmodelle überdenken muss, sagt Metzner. „Junge Leute wollen heute kein eigenes Auto mehr kaufen, aber dennoch mobil sein.“ Schulz beobachtet in der Gesellschaft zudem einen Wunsch nach Nachhaltigkeit. Grindel mahnt mit Blick auf Verlässlichkeit, Fairplay und den Zusammenhalt: „Manche Werte unserer Gesellschaft dürfen sich nicht wandeln.“

Die Top-Manager kamen übrigens durch persönliche Kontakte in die Badestadt: Andrea Stöber hatte Grindel bei einem Besuch des DFB-Chefs am örtlichen Fußballstützpunkt eingeladen, Schulz und Metzner begleiten die VR-Bank und die Autohäuser Stöber durch deren Veränderungsprozesse.

Wie üblich wurden Spenden gesammelt – dieses Mal für eine neue Zeitmessanlage für Sportler der Rhenanusschule sowie für den Förderverein des Freibads in Bad Sooden-Allendorf.

"Moment Mal" soll es weiterhin geben

Seit 2009 bitten die Autohäuser Stöber und die VR-Bank Werra-Meißner jährlich Gäste aus der heimischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum „Moment Mal“-Abend nach Bad Sooden-Allendorf, wo ein bunt gemischtes Podium impulsartig über Themen diskutiert, die über viele Branchen relevant sind. Obwohl die Familie Stöber ihre Autohäuser an die Glinicke-Gruppe verkauft hat und die VR-Bank mit der Volksbank Mitte fusioniert, soll es die Abende weiter geben, versicherten die Organisatoren Andrea Stöber und Uwe Linnenkohl. Ob sie weiter im Kurpark-Hotel stattfinden, hängt von den Plänen des Hotel-Eigentümers Ekkehart Eymer ab, so Linnenkohl. 

300 Gäste sahen DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf

DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf © Kristin Weber
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DFB-Chef Reinhard Grindel in Bad Sooden-Allendorf
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