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Die Bretagne in Nordhessen: Rhenanus-Schüler gestalten französischen Markt

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Von: Christoph Cortis

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Da greift man gerne zu: Die bretonischen Leckerbissen hatten die Schülerinnen und Schüler selbst zubereitet.
Da greift man gerne zu: Die bretonischen Leckerbissen hatten die Schülerinnen und Schüler selbst zubereitet. © Chris Cortis

Die Bretagne, nordwestlichster Zipfel Frankreichs, ist am Donnerstag in die Mitte Deutschlands gerückt - genauer: Nach Bad Sooden-Allendorf.

Bad Sooden-Allendorf – Mit einem französischen Markt unter freiem Himmel beendete die Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf eine Projektwoche, in der sich alles um die Halbinsel im Atlantik drehte. Damit bekundeten die Akteure zugleich ihre Verbundenheit mit der Partnerstadt Landivisiau, mit der die nordhessische Kurstadt seit mehr als 40 Jahren verschwistert ist und eine enge Freundschaft verbindet.

Die fünfstündige Veranstaltung, unterstützt vom Förderverein der Schule und dem örtlichen Städtepartnerschaftsverein, war ein bisschen auch Ersatz für den Schüleraustausch beider Städte, der pandemiebedingt zum zweiten Mal in Folge ausfallen musste und an dem hüben wie drüben üblicherweise nur die jeweils 9. Klassen teilnehmen.

Sollte der Austausch auch im nächsten Jahr nicht stattfinden können, ist trotzdem eine Reise ins Nachbarland geplant, bei der sogar auch die Schüler der 10. Klasse dabei sein dürfen.

Finanziert werden soll der Frankreich-Trip weitgehend aus dem Erlös des französischen Marktes, wie die Französisch-Lehrerin Iljana Wille als Initiatorin der Projektwoche bekannt gab. Für diese hatte es vom deutsch-französischen Jugendwerk eine großzügige Finanzspritze von mehr als 5000 Euro gegeben.

Für die Abschlussveranstaltung hatten sich die überwiegend 15- bis 16-jährigen Schüler mächtig ins Zeug gelegt.

Kulinarisch, musikalisch, tänzerisch – alles trug das Etikett aus der Bretagne. Zu haben waren selbst hergestellte herzhafte und süße Spezialitäten und dazu Cocktails in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ebenfalls aus eigener Produktion stammten Parfüms für Sie und Ihn, Schmuck und verschiedene Seifen. Auf dem Fußball-Kleinfeld probten sich währenddessen Jungs im Rugby-Spiel, und in einem so bezeichneten Showroom wurden Videos von der Städtepartnerschaft abgespielt oder waren Botschaften zu lesen, welche die jungen Leute aus beiden Ländern ausgetauscht hatten.

Viel Beifall von den zahlreichen Besuchern gab es für die typisch bretonischen Tänze, die Corinna Faßhauer einstudiert hatte. Gesanglich demonstrierte ein Duett seine Französisch-Kenntnisse, begleitet von einer Band unter der Leitung der Referendarin Charlotte Diekmann. Auch der Chor die Landi-Lerchen von Erika Heinitz trat bei dem Fest auf.

Eine weitere nette Geste: Mit Kreideschrift auf dem Asphalt waren alle Gäste am Eingang zum Markt mit Grußworten auf Deutsch und Französisch willkommen geheißen worden. (zcc)

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