Diploma-Hochschule streckt Fühler bis Indien aus

Bad Sooden-Allendorf. Die Zahl der Studierenden aus China an der Diploma-Hochschule in Bad Sooden-Allendorf wächst weiter: Gab es 2013 an der Werra gerade einmal eine Handvoll Lernende, sind es derzeit 250.

Nun werden Kontakte für Kooperationen auch in andere Länder geknüpft.

Im Laufe des Jahres rechnet Präsidentin Prof. Dr. Michaela Zilling mit mindestens 100 bis 120 weiteren Chinesen, die dann an der Werra lernen und auch wohnen. Allein für April haben sich 40 junge Menschen aus China angekündigt. Etwas Platz wird allerdings frei, weil die ersten chinesische Absolventen, rund 60 an der Zahl, noch in diesem Jahr ihren Abschluss machen.

Neben den Chinesen werden von der Diploma in Bad Sooden-Allendorf etwas mehr als 100 deutsche Studierende sowie 40 Physiotherapie-Schüler unterrichtet. Auf Dauer strebt Zilling sogar an, weitere Nationalitäten an den Standort zu holen. „Ich hätte gerne keine Binationalität Deutschland-China, sondern eine wirkliche Multinationalität hier“, formuliert sie ihren Wunsch. Vorstellbar sei dann auch, einen Teil der Studiengänge auf Englisch anzubieten.

Mit weiteren internationalen Kooperationen könnte auch den deutschen Studierenden mehr Möglichkeiten geboten werden, an Partnerhochschulen im Ausland zu wechseln. In China sei dies wegen der Sprache schwieriger als in Ländern, wo zumindest teilweise englisch gesprochen wird.

Konkrete Kontakte gibt es in die Türkei, nach Indien, Bangladesch und Südamerika. Bis es zu einem Austausch kommt, werde es aber mehrere Jahre dauern. Das China-Projekt hat laut Zilling 2001 begonnen, die ersten Studierenden aus dem Reich der Mitte seien dann 2010 gekommen.

„Studenten aus anderen Nationen machen unsere Gesellschaft jünger und bunter“, kommentiert Bürgermeister Frank Hix (CDU) die Pläne und freut sich: „Jeder ausländische Student ist außerdem Werbeträger für unsere Stadt als Tourismus-Standort“.

Was die neue Präsidentin innerhalb des ersten Jahres entwickelt hat und warum die chinesischen Studenten in Bad Sooden-Allendorf wohnen sollen, lesen Sie im Interview mit Prof. Dr. Michaele Zilling unserer gedruckten Montagsausgabe.

Rubriklistenbild: © dpa

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