Beim Hessentag in Herborn 

„Dolles Dorf“-Finale: Kleinvach wird Dritter

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Schlachtenbummler bei der Ankunft in Herborn: Zahlreiche Kleinvächer fuhren zum Finale des Wettbewerbs „Dolles Dorf“ auf dem Hessentag. Mit dabei hatten sie auch ein Original-Ortsschild, das sie nach der Rückkehr wieder ordnungsgemäß anbrachten. 

Herborn/Kleinvach. Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt, alles gegeben und nach spannenden Wettkämpfen am Ende den dritten Platz errungen. 

Und damit auch den bronzenen Otto des Hessischen Rundfunks.

Gefeiert von mehr als 60 mitgereisten Schlachtenbummlern, sind in der Nacht zum Montag Ute Kirmizigül (46), Denise Polednicek (28), Eduard Stark (52), Manfred Bode (51) und Levent Kirmizigül (23) als Team Kleinvach vom Hessen-Finale um den Titel „Dolles Dorf 2016“ von der Hessentagsstadt Herborn in die Heimat zurückgekehrt.

Ihre Kräfte messen musste die Mannschaft aus dem Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil mit dem späteren Sieger Ober-Hörgern, einem Stadtteil von Münzenberg im Wetteraukreis, dem Zweitplatzierten Offenbach (Mittenaar) und Mauswinkel (Birstein).

„Wir hätten uns auch über einen vierten Platz nicht gegrämt. Mitmachen ist einfach alles. Jetzt aber sind wir total happy“, gewährt Kleinvachs Ortsvorsteher Klaus Polednicek einen Einblick in sein Seelenleben. Und so sieht das offenbar auch die Dorfgemeinschaft. Mit einem Banner „Dolles Dorf der Herzen“ über der Brückenstraße begrüßten die 234 Einwohner die Heimkehrer. Im Dorfgemeinschaftshaus hatten sie zu mitternächtlicher Stunde das Bier schon angezapft.

„Die haben toll gekämpft, sind so weit gekommen, und im Finale noch der 3. Platz“, freute sich Bürgermeister Frank Hix, der im Privatwagen nach Herborn gefahren war. Er sei „mächtig stolz auf diese tolle Gemeinschaft. Eine hervorragende Werbung für unsere ganze Stadt.“ In der Tat: Ortsvorsteher Klaus Polednicek hatte die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und vor laufender Kamera die Vorzüge „seines“ Dorfes zwischen Werra und Hörne angepriesen: „Wasser, Berge - und vor allem tolle Menschen“.

Zweistündiges Finale

Das zweistündige Finale in Herborn, das 100.000 Fernsehzuschauer in Hessen verfolgten, setzte sich aus Wettkampfspielen zusammen, bei denen Kraft, Schnelligkeit im Denken und Handeln, Wissen und Geschicklichkeit gefragt waren. Beim obligatorischen „Fischerstechen“ sah es noch verheißungsvoll aus für Kleinvach, als Manfred und Levent ihre Kontrahenten aus Ober-Hörgen ins Wasser des Herborner Freibades beförderten. 

Lange Arme bekamen Edi und seine Gegenspieler, als sie mit ausgestrecktem Arm einen fünf Kilo schweren „Bembel“ möglichst lange in der Horizontalen halten mussten. Denise schaffte es, an einer „Reaktionswand“ aufleuchtende 100 Lampen innerhalb von 77 Sekunden auszumachen. Beim Erraten von Begriffen half Ute ihren Teamkollegen auf die Sprünge: Ein Darm, „der nicht sieht?“ Natürlich ein „Blinddarm“.

„Die Spieler sind unsere Stars“, lobte Polednicek die Truppe. Und bei der Siegerehrung bemerkte Ministerpräsident Volker Bouffier an die Finalisten gewandt: „Ihr seid sowieso alle die Besten.“ 

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