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DRK-Dienst ruft zum Blutspenden unter besonderen Schutzbedingungen auf

Blut wird auch in Zeiten von Corona benötigt: Seit einigen Wochen verfolgt das DRK das Konzept der mobilen Blutspendezentren. 
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Blut wird auch in Zeiten von Corona benötigt: Seit einigen Wochen verfolgt das DRK das Konzept der mobilen Blutspendezentren. 

Auch in Zeiten des Coronavirus werden weiterhin Blutkonserven benötigt. Deswegen ruft das Deutsche Rote Kreuz zum Blutspenden auf. 

„Wir brauchen dringend Spender“, unterstreicht auch Rolf Zarberg, Referent Spenderbindung vom Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Baden-Württemberg/Hessen (Frankfurt/Main).

Daher wird seit einigen Wochen das Konzept der mobilen Blutspendeaktion „vor der Haustüre“ angepasst: An ausgewählten und gut erreichbaren regionalen Standorten werden über mehrere Tage hinweg mobile Blutspendezentren eingerichtet. Diese sind laut Zarberg so ausgelegt, dass für Spender, ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes auf ausreichend große Abstände zwischen den Menschen geachtet und der Besucherstrom durch Einlassbeschränkungen sinnvoll gesteuert wird.

Auch für die Region Werra-Meißner wird Anfang kommender Woche ein Blutspendezentrum eingerichtet, konkret im Kultur- und Kongresszentrum in Bad Sooden-Allendorf. Von Montag bis Mittwoch, 27. bis 29. April, kann täglich jeweils zwischen 13 und 18 Uhr Blut für andere Menschen gespendet und damit Leben gerettet werden.

Um Wartezeiten zu vermeiden, bittet der Blutspendedienst, das Terminreservierungssystem zu nutzen, um einen individuellen Termin zu vereinbaren. 

Für Spender bestehe kein gesteigertes Risiko, sich auf Blutspendeterminen mit dem Coronavirus anzustecken, sagt der DRK-Sprecher. Bereits seit geraumer Zeit seien Maßnahmen ergriffen worden, die eine größtmögliche Sicherheit aller Anwesenden auf den Terminen gewährleisten. Sie würden zudem der aktuellen Entwicklung angepasst: Hierzu zähle unter anderem eine Temperaturmessung bereits am Eingang. Dort wird jedem Spender auch gleich eine Schutzmaske ausgehändigt, sofern er keine dabei hat. Außerdem würden Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen oder Durchfall generell nicht zur Blutspende zugelassen und entsprechend zurückgewiesen.

Noch ein Hinweis des DRK-Blutspendedienstes: Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft wird das Virus nicht über eine Blutspende übertragen.

Deshalb wird auf den Blutspende-Aktionen auch keine Coronavirus-Testung des gespendeten Blutes vorgenommen.

Termin: Montag, 27. April, bis Mittwoch, 29. April, jeweils 13 bis 18 Uhr, Bad Sooden-Allendorf, Kultur- und Kongresszentrum im Kurpark.

DRK-Blutspendedienst sucht genesene Corona-Infizierte für Forschung

Unabhängig vom Blutspendetermin nächste Woche in Bad Sooden-Allendorf sucht der DRK-Blutspendedienst dringend nach Personen, die nach einer – durch einen Test sicher nachgewiesenen – Corona-Infektion genesen und bereit sind, Blutplasma zu spenden. 

Die Idee, in deren Blutplasma die nach der Erkrankung gebildeten Antikörper zu isolieren und zur Therapie bei akut erkrankten Patienten einzusetzen, ist seit Langem bekannt. Schon der erste Nobelpreisträger für Medizin, Emil von Behring, hat diese Methode erforscht und bei der Behandlung der Diphtherie erfolgreich nachgewiesen. 

Erste Versuche mit der sogenannten „passiven Immunisierung“ fördern die Hoffnung, mit dem Blut genesener Patienten die Behandlung schwerstkranker Patienten positiv beeinflussen zu können, heißt es in dem Aufruf. 

Wer mit seiner Plasmaspende zur Entwicklung einer Covid-19-Therapie beitragen, möge mit dem DRK Kontakt aufnehmen unter blutspende.de/rkp oder der Hotline 08 00/1 00 40 66. Für Plasmaspenden gelten laut DRK zur normalen Blutspende vergleichbare Voraussetzungen.

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