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Rhenanus-Schule überrascht mit einem Weihnachtsmusical

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Von: Christoph Cortis

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Die Koffer sind gepackt: Helena Dingert (links) und Cora-Lee Paschke wollen Weihnachten zu Hause verbringen.
Die Koffer sind gepackt: Helena Dingert (links) und Cora-Lee Paschke wollen Weihnachten zu Hause verbringen. © Cortis, Christoph

Die Rhenanus-Schüler führten ein Weihnachtsmusical auf.

Bad Sooden-Allendorf – Wenn im ratternden Zug der Lokführer seinen Fahrgästen Notenständer bringt, dann dürfte das eher die Ausnahme sein. Wohin die Reise geht, erlebten mehrere hundert Besucher am Mittwochabend in der brechend vollen Aula der Badestädter Rhenanus-Schule. Erstmals führten dort die Schülerinnen und Schüler ein Weihnachtsmusical auf.

Fantasievoll arrangiert und eingeübt hatten es die Musikpädagogen Charlotte Diekmann, Inga Löser, Christian Wiechert sowie Viola Zachariah. Es war ein geglücktes Experiment, das die Zuhörer mit frenetischem Beifall bejubelten.

Abweichend von der bisherigen Praxis, fand diesmal nur eine statt der üblichen zwei Aufführungen statt. Eisregen und Glatteis am Vortag hatte den Akteuren einen Strich durch die Rechnung gemacht, und wegen vieler krankheitsbedingter Ausfälle hatte Schulleiter Dr. Jörg Möller das Publikum vorsichtshalber vor möglicherweise außerplanmäßigen Überraschungen „gewarnt“. Die waren aber entgegen düsterer Vorahnung ausnahmslos der freudigen Art.

In Sing- und Spielszenen erzählte das Musical die Geschichte einer umständlichen Fahrt zweier Schülerinnen – Helena Dingert und Cora-Lee Paschke – die pünktlich zum Weihnachtsfest zu Hause ankommen wollten. Zu Land, zu Wasser und in der Luft bedienten sich die zwei zunächst der Eisenbahn, dann der Fähre, um schlussendlich per Hubschrauber an ihr Ziel zu gelangen.

Instrumental fein umgesetzt wurde die Story durch Geige, Querflöte, Keyboard, Gitarre, Trompete, Klarinette, Saxofon und Schlagzeug und natürlich durch den schönen Gesang einzelner Gruppen, die gekonnt nicht nur Weihnachtslieder vortrugen, sondern auch Poppiges im musikalischen Gepäck hatten. Eine Gala-Einlage servierte der Musikpädagoge Volko Neitmann. Er ist freier Chorsänger mit dem Spezialgebiet Wagner Opern und wird immer wieder von großen Bühnen angeheuert, um stimmgewaltig und mit schmetterndem Tenor etwa im „Tannhäuser“ oder im „Fliegenden Holländer“ mitzusingen. Sein Auftritt: erste Sahne.

Höchsten Respekt haben sich auch die jungen Musizierenden verdient, die ambitioniert zugleich einen Einblick gewährten in die vielfältige musikalische Ausbildung an der Rhenanus-Schule. (zcc)

Ambitioniert: Die jungen Sängerinnen hatten nicht nur Weihnachtslieder mitgebracht.
Ambitioniert: Die jungen Sängerinnen hatten nicht nur Weihnachtslieder mitgebracht. © Chris Cortis

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