Neue Wetterfahne krönt die sanierte Kirche

Ein Stern ragt in Kammerbach zum Himmel

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Noch am Boden: die Turmzier von Kammerbachs Kirche mit (von links) Metallbauer Gerhard Benedix, den Kirchenvorstandsmitgliedern Roswitha Kölbl und Karin Hildebrand, Andreas Rehbein vom gleichnamigen Ingenieur- und Planungsbüro, Pfarrer Sebastian Krause und dem Zimmer- und Dachdeckermeister Aljoscha Wardeischke. 

Kammerbach – Mit einem siebenzackigen Stern an der Spitze ragt eine neue Wetterfahne in den Himmel über dem Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Kammerbach.

Handwerker haben das 1,39 Meter hohe Kunstwerk aus Edelstahl und Blech am Freitag dem 25 Meter hohen Turm der Dorfkirche aufgesetzt. Damit wurden die einjährigen Sanierungsarbeiten abgeschlossen, die rund 300 000 Euro verschlungen haben.

Weil der Termin wackelig war, erfüllte sich für Pfarrer Sebastian Krause so etwas wie ein schöner Traum: Mit seinen Schäfchen kann der Hirte am 21. April das Osterlicht ins Gotteshaus tragen und feierlich an die Wiederauferstehung des gekreuzigten Jesu’ erinnern.

Und wenn alles klappt, geht bis dahin auch ein zweiter Wunsch in Erfüllung: der Abbau des Gerüsts. Offiziell wieder eingeweiht wird die Kirche am 2. Juni mit einer Festpredigt von Dekanin Ulrike Laakmann und unter Mitwirkung des Männergesangvereins Dudenrode.

Der Metallbauer Gerhard Benedix aus dem thüringischen Kella hat in einwöchiger Handarbeit die neue Wetterfahne hergestellt, in welche die Jahreszahl 1886 eingestanzt ist. Sie erinnert an die letzte Erweiterung des Gotteshauses um einen Anbau mit Portal, über dem dieselbe Zahl in Stein gemeißelt ist.

Die Turmzier, wie die Wetterfahne im Fachjargon genannt wird, ersetzt die viel ältere, die vor 42 Jahren lediglich einer kosmetischen Operation unterzogen wurde. Unterhalb der Turmzier befindet sich eine kupferfarbene Kugel, in die eine Dokumentenhülse eingelassen wurde. Darin aufbewahrt werden neben allen Euro- auch sämtliche D-Mark-Münzen, Steine aus dem 19. Jahrhundert, der aktuelle Gemeindebrief, Fotos von den Sanierungsarbeiten und die Tagesausgabe der HNA/Witzenhäuser Allgemeine.

Die Sanierung des Gotteshauses Kirche war notwendig geworden, weil im Laufe der Jahre durch eindringende Feuchtigkeit die hölzerne Dach- und Turmkonstruktion derart geschädigt war, dass Teile des Tragwerks sogar durch Stützen notgesichert werden mussten. Dachsparren und Balken wurden ausgetauscht. Weitgehend mit den alten Ziegeln wurde das Dach des Kirchenschiffs wieder eingedeckt. Neu am Turm sind der Schieferbehang, die Schallluken für das Glockengeläut und das Zifferblatt der Uhr.

Im Innern erhielt die Kirchendecke einen komplett neuen Anstrich. Außerdem wurde dort für Kinder eine mit Teppich ausgelegte Spielecke mit dem nötigen Zubehör eingerichtet.

Komplettiert werden soll das Interieur noch mit dem Wiedereinbau der ausgelagerten Orgel und einer Vitrine mit Exponaten zur Geschichte des Gotteshauses.

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