Handball-Bezirksoberliga der Frauen: Eine achtbare Niederlage

BSA-Damen verkaufen sich beim 22:25 gegen Vizemeister TSV Ost-Mosheim teuer

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Nochmals in Aktion: Drei Tore warf Sonja Werner (am Ball) von der TSG Bad Sooden-Allendorf zum Abschluss ihrer sportlichen Karriere gegen den TSV Ost-Mosheim.

Bad Sooden-Allendorf. In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen verabschiedete sich die TSG Bad Sooden-Allendorf mit einer ebenso knappen wie achtbaren 22:25 (9:9)-Heimniederlage gegen Vizemeister TSV Ost-Mosheim aus der Saison.

Obwohl es in dieser Begegnung für beide Teams um nichts mehr ging, lieferten sie sich einen harten Kampf, der – obwohl stets fair geführt – die Spielerinnen oft über die Schmerzgrenze hinaus führte. Hauptgrund dafür, dass die Partie durch zahlreiche Verletzungsunterbrechungen deutlich länger dauerte als normal, war die Konsequenz und Aggressivität, mit der die Kontrahenten in der Abwehr zu Werke gingen. Dies und die guten Torwartleistungen auf beiden Seiten führte dazu, dass zur Pause beim Stand von 9:9 eine Prognose über den Ausgang der Partie unmöglich war.

Die Maßnahme des Gästetrainers, ab der 38. Minute mit Marina Lindenthal und Julia Karges gleich beide gefährlichen Rückraumspielerinnen der Badestädterinnen kurz decken zu lassen, sollte der Begegnung die entscheidende Wendung geben. Anstatt das Spiel nun breit zu machen und die sich bietenden Lücken am Kreis und auf den Außenpositionen zu nutzen, versuchten die Gastgeberinnen weiter, Lindenthal und Karges in Szene zu setzen. Dabei verloren sie ein ums andere Mal den Ball an die schnellen Gegenspielerinnen. Hatte das Team von Trainer Wolfgang Schneider nach 40 Minuten beim Stand von 14:14 noch alle Karten in der Hand, so war zehn Minuten später beim 16:22 an ein erfolgreiches Saisonfinale nicht mehr zu denken. Erst als der Sieg für die Ost-Mosheimerinnen längst in trockenen Tüchern war, ließen sie die Zügel wieder etwas schleifen und die TSG konnte sich wieder etwas heranarbeiten.

Die letzten beiden Aktionen gehörten dann Sonja Werner, die nach 34 Jahren in Diensten der TSG ihre aktive Karriere mit diesem Spiel beendete (einen Bericht dazu lesen Sie in der morgigen Ausgabe). Nachdem Werner schon im ersten Durchgang unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer einen Treffer erzielt hatte, wechselte sie Trainer Schneider in der Schlussminute bei zwei kurz aufeinander folgenden Siebenmetern noch einmal ein. Die 42-Jährige behielt die Nerven und verkürzte den Rückstand noch einmal bis auf drei Tore. Ein Sieg zum Abschluss ihrer langen Karriere gelang ihr und ihren Mannschaftskolleginnen jedoch nicht mehr.

TSG Bad Sooden-Allendorf: Schubert, Wehr – F. Krengel, Schley (1/1), Zieß (3/1), Lindenthal (2), Sippel (1), Werner (3/2), Karges (7), Scharff, Rademacher (1), Vogeley (4/1), Lagemann, Kienzl. (per)

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