Eine Rose zum Abschied

27 junge Leute verlassen Rhenanus-Schule als Abiturienten

Haben gut lachen: Die 27 Abiturienten der Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf.
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Haben gut lachen: Die 27 Abiturienten der Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf.

27 junge Männer und Frauen haben ihr Abitur an der Rhenanus-Schule abgelegt.

Dudenrode – Unter freiem Himmel und in familiärer Atmosphäre haben 27 junge Leute Abschied genommen von der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf. Als frisch gebackene Abiturienten konnten sie nicht nur ihre Zeugnisse, sondern auch eine Rose entgegennehmen. Diese Blume war im Gegenzug auch ein Dank an die Lehrer für viele gemeinsame und durchweg schöne Jahre.

Schauplatz der Abschlussfeier war am Freitagabend bei strahlendem Sonnenschein der Sportplatz im Stadtteil Dudenrode.

„Wir haben sie alle durchgekriegt“, freute sich namens der Schulleitung Silke Bárcenas. Die Oberstufenleiterin vertrat Direktor Dr. Jörg Möller und dessen Stellvertreterin Michaela Deutschmann-Weise, die krankheitshalber nicht dabei sein konnten. Als bewährter Moderator fungierte Clemens Kampmann.

In einem Grußwort gratulierte Möller den 15 jungen Frauen und 12 jungen Männern zu ihrem höchsten schulischen Bildungsabschluss und äußerte die leise Hoffnung, sie mögen gern an ihre Schulzeit zurückdenken.

„Eine wunderbare Zukunft liegt vor euch“, prophezeite der Landtagsabgeordnete Knut John den Abiturienten, die es, wie ihre Lehrer, in der Pandemie nicht leicht gehabt hätten. Den „Protagonisten des Homeschoolings“ empfahl John, nicht nur ein Studium, sondern auch einen Ausbildungsberuf, etwa im Handwerk, ins Auge zu fassen. Dort würden Leute dringend gebraucht.

Den Glückwünschen schloss sich auch Bürgermeister Frank Hix an. Er räumte ein, wegen der Corona-Krise hätten die jungen Leute auf vieles verzichten müssen. „Bleibt so, wie ihr seid“, rief er ihnen zu. Als Tutor einer der beiden Parallelklassen ließ der ebenfalls erkrankte Rainer Miltner übermitteln, jeder Schüler werde ihm in guter Erinnerung bleiben.

Sein Kollege Jörg Tiedemann, der seine Klasse neun Jahre lang begleitet hatte, zeigte sich beeindruckt von der Lebensfreude und Unbefangenheit seiner Schützlinge. In der langen Zeit, lobte er sie, habe es „nicht einen einzigen Eintrag ins Klassenbuch“ gegeben. Das hat möglicherweise auch an seiner Großherzigkeit gelegen. Denn nach Einbruch der Dunkelheit präsentierte er auf Großleinwand eine Foto- und Video-Reminizenz, mit der er zur allgemeinen Heiterkeit die „dunkle Seite“ seiner Klasse zeigte.

Heiter wurde es auch, als namens der Klassen Carina Niemeier und Anna-Maria Wayand in launigen Worten neben den speziellen Eigenschaften auch die Stärken und verzeihlichen Schwächen ihrer Schulkameraden ansprachen.

Die Dankesworte der Abiturienten – Durchschnittsnote für alle: 2,27 – gipfelten in der emotionalen Feststellung, ihre Lehrer seien „nicht nur Freunde, sondern auch Bestandteil unseres Lebens geworden“.

Gleich ein Drittel der Schulabgänger erzielte eine Abiturnote mit einer 1 vor dem Komma. Die drei besten: Axel Kehr (1,0), Philip Hennemuth (1,2) und Ben Jeremias Kenter (1,3). (zcc)

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