Erhöhung der Grundsteuer in Bad Sooden-Allendorf so gut wie sicher

Sollen kräftig zur Kasse gebeten werden: Auf Haus- und Grundbesitzer in der Badestadt – hier am östlichen Ortsrand von Allendorf – warten ab 2015 Steuererhöhungen. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. In der Badestadt soll die Grundsteuer deutlich erhöht werden. Dadurch werden Mehreinnahmen von 166.000 Euro erwartet.

Haus- und Grundbesitzer in Bad Sooden-Allendorf können sich schon mal darauf einstellen, ab Januar für ihre Immobilien deutlich tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Zwar wurde über eine Erhöhung der Grundsteuer B in der Parlamentssitzung am Freitagabend noch nicht entschieden, so gut wie beschlossen gilt sie gleichwohl.

Keinerlei Widerstand nämlich regte sich gegen die Absicht der Verwaltung, gemäß dem Schutzschirmvertrag die erst im letzten Jahr erhöhte Steuer um weitere 60 auf nun 500 Prozentpunkte anzuheben. Weil in fünf weiteren Jahresschritten der Steuerhebesatz bis auf 800 Prozentpunkte klettern soll, dürfte es in der Stadtkasse auch weiterhin kräftig klingeln.

Einnahmen von gut 1,22 Millionen Euro erzielt die Stadt im laufenden Jahr aus der Grundsteuer B. Eine Erhöhung um 60 Prozentpunkte wird nach Berechnungen von Stadtkämmerin Steffi Dahlmann zusätzlich gut 166.000 Euro ins Stadtsäckel spülen. Für den Haus- und Grundbesitzer bedeutet das eine Steuererhöhung von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dass die Stadtverordneten noch nicht abschließend entschieden haben, liegt an der FDP/FWG-Fraktion. Die sträubt sich nämlich dagegen, dass auch die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe über die Grundsteuer A verstärkt zur Kasse gebeten werden sollen.

So sieht der Satzungsentwurf ab Januar eine Anhebung der Grundsteuer A um ebenfalls 60 auf dann 440 Prozentpunkte vor, was zu vergleichsweise bescheidenen Mehreinnahmen von 8800 Euro führen würde. FWG und FDP wollen dieses Vorhaben allerdings per Antrag kippen. Deshalb verständigten sich die Stadtverordneten darauf, dass sich der Finanzausschuss im Rahmen der Haushaltsberatungen nochmals mit den Grundsteuerhebesätzen befasst.

Bürgermeister Frank Hix bemerkte nur, es habe zu „Unmut“ geführt, dass die Grundsteuer A bisher nicht angetastet worden sei, mithin land- und forstwirtschaftliche Betriebe bislang von einer Steuererhöhung verschont geblieben seien. (zcc)

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