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Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Dudenrode zum fünften Mal „Erholungsort 1. Klasse“

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Von: Christoph Cortis

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Dudenrode wieder als Erholungsort zertifiziert: Darüber freuen sich Frank Hix (von links), Markus Schäfer, Gerhard Schindewolf, Petra Jathe, Reiner Hennemuth und Nicole Rathgeber.
Dudenrode wieder als Erholungsort zertifiziert: Darüber freuen sich Frank Hix (von links), Markus Schäfer, Gerhard Schindewolf, Petra Jathe, Reiner Hennemuth und Nicole Rathgeber. © Chris Cortis

Dudenrode ist seit 48 Jahren zertifizierter Erholungsort.

Dudenrode – Dickes Kompliment aus berufenem Mund: Bad Sooden-Allendorfs Stadtteil Dudenrode sei ein „Erholungsort der 1. Klasse“. Mit diesen Worten hat Markus Schäfer das 175-Seelen-Dorf eingestuft, das sich zum fünften Mal in Folge qualifiziert hat.

Während eines Festaktes im Dorfgemeinschaftshaus überreichte der Leiter der Regionalplanung beim Regierungspräsidium in Kassel jüngst die Urkunde an Bürgermeister Frank Hix, der das Dokument weitergab an Ortsvorsteher Reiner Hennemuth.

Schäfer, der den an Corona erkrankten Regierungspräsidenten Mark Weinmeister vertrat, pries „die wunderschöne Landschaft“ und „das große, ehrenamtliche Engagement“, das die Einwohner für ihre Heimat an den Tag legten. „Einfach phantastisch“ fand das auch Landrätin Nicole Rathgeber. Für sie hatten die Mitglieder des örtlichen Männergesangvereins Spalier gestanden. „So einen Empfang habe ich noch nie gehabt“, gestand die Landrätin freudig überrascht. „Das Kleine und Feine macht den Ort aus“, fasste Rathgeber ihren ersten Eindruck von Dudenrode zusammen, das jetzt ohne Unterbrechung seit 48 Jahren als Erholungsort staatlich anerkannt ist.

Zehn Jahre älter ist der örtliche Fremdenverkehrsverein, dessen Vorsitzender Gerhard Schindewolf auf die Qualitäten des Dorfes hinwies, das in einem malerischen Tal unmittelbar am Nordhang des Hohen Meißners liegt.

Dazu gehören eine Freizeitanlage mit Grillplatz, Wassertretstelle, Armbecken, Freiluftbrettspielen, Sport- und Kinderspielplatz, ferner eine Gastronomie, die sich wegen Besitzerwechsels gerade im Umbruch befindet, und 30 Fremdenbetten.

Klimatisch habe Dudenrode alle Voraussetzungen erfüllt, so Schindewolf. Als Sackgassen-Dorf bleibe man vom Durchgangsverkehr verschont mit der doppelt erfreulichen Folge von wenig Lärm und Abgasen. Mit diesen Merkmalen trage Dudenrode zur Stärkung der Kurstadt bei, wofür Hix ausdrücklich dankte. Hennemuth lobte die Stadt für „die tolle Zusammenarbeit“, rühmte „die intakte Dorfgemeinschaft“ und erwähnte als neues Highlight den gerade im Bau befindlichen Mehrgenerationenplatz im Dorfzentrum.

In Gestalt dieser Symbolfigur erinnerte Petra Jathe an Frau Holle, die nach den Aufzeichnungen der Brüder Grimm ihr Zuhause einst in Dudenrode gehabt, Haus und Hof wegen der Trunksucht ihres Mannes aber verlassen habe und deshalb zum Meißner abgewandert sei. Männer von demselben Schlag habe Frau Holle dort in Katzen verwandelt, fügte sie augenzwinkernd mit Blick auf das vermeintlich starke Geschlecht hinzu.

Ehe zur Feier des Tages ein opulentes kaltes Büffet aufgefahren wurde, erfreuten sich die Teilnehmer an den Liedvorträgen des Männergesangvereins unter der Leitung von Werner Hinske. (zcc)

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