Bad Sooden-Allendorf

Allendorf schmückt Straßenzüge in Blau-Rot auch ohne offizielles Programm zum Erntefest

Symphonie in Blau und Rot: Die Weberstraße in Allendorf.
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Symphonie in Blau und Rot: Die Weberstraße in Allendorf.

Corona hin, Corona her – auch wenn an diesem Wochenende das traditionsreiche Erntedank- und Heimatfest wegen der Pandemie ausfallen muss, hält das die „Feierbiester“ nicht ab, Allendorf ein Festkleid anzulegen.

Bad Sooden-Allendorf - Ganze Straßenzüge sind eingetaucht in die Stadtfarben Blau und Rot, und schon seit einer Woche ziert eine mächtige Erntekrone den malerischen Marktplatz.

Sieht man von einem Festgottesdienst am Sonntag und zwei Konzerten in der St.-Crucis-Kirche am selben Abend ab, wird es diesmal ein offizielles Programm nicht geben. Verbannt aus dem Straßenbild sind Imbissstände und Getränkebuden, Platzkonzerte von Musikkapellen sind tabu, und auch die Straßen, sonst zumindest zeitweise gesperrt, bleiben durchgehend für den Verkehr offen.

Gefeiert wird trotzdem, wie bei passenden Wetter schon heute Abend zu sehen sein dürfte, wenn die Erntefest-Fans Tische, Bänke und anderes Mobiliar vor ihren Häusern und Wohnungen platzieren, um in fröhlicher Runde auf ein Fest anzustoßen, das diesmal Züge eines Phantoms hat.

Dabei gilt es jedoch, Abstandsregeln und Hygienevorschriften peinlich genau einzuhalten, wie Bürgermeister Frank Hix, Festausschussvorsitzender Stefan Lauer und der Leiter des Ordnungsamtes, Rainer Langefeld, eindringlich mahnen. So dürfen sich Angehörige zweier Hausstände oder Gruppen aus maximal zehn Personen an einen Tisch setzen, wobei zum nächsten Tisch ein Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt bleiben muss. Ob die Grenzen bei steigendem Alkoholpegel überschritten werden, bleibe abzuwarten, kündigte Langefeld nach Absprache mit Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz an.

Es drohten nach einer Anzeige erhebliche Geldbußen, die ab 250 Euro aufwärts vom Landratsamt vollstreckt würden. Strenge Hygienevorschriften gelten auch für den Festgottesdienst, zu dem üblicherweise zwischen 500 und 600 Besucher erwartet werden, die nach Auskunft von Pfarrer Hubertus Spill auch statthaft sind.

Der ökumenische Klappstuhl-Gottesdienst, den er selbst mit seinen Amtsbrüdern Thomas Schanze, Dr. Daniel Bormuth und Pater Lukas zelebrieren wird, beginnt um 10.30 Uhr. Umrahmt wird er am Piano von Maximilian Göllner und einem Vokalensemble der Stadtkantorei. Voraussichtlich zu hören sein wird auch die Melodie des Allendorfer „Nationaltanzes“ Triolett.

Ausdrücklich betonte Spill, alle Gottesdienstbesucher müssten Name und Anschrift hinterlegen. Es empfehle sich, die Adresse schon vorher zu notieren, um Staus beim Einlass zum Franzrasen zu vermeiden.

Die Abendkonzerte um 18.30 und 20 Uhr können jeweils nur 80 Besucher hören. Das Tragen einer Mund/Nasen-Maske ist für alle drei kirchlichen Veranstaltungen Pflicht. (Chris Cortis)

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