Es wird wieder gestochen

Bei Landwirt Klenke läuft die Spargelernte im Werratal an

Spargelernte an der Werra: Landwirt Tobias Klenke (links) und sein Vorarbeiter Florin Ziurar aus Rumänien haben mit dem weißen Gemüse inzwischen täglich zu tun.
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Spargelernte an der Werra: Landwirt Tobias Klenke (links) und sein Vorarbeiter Florin Ziurar aus Rumänien haben mit dem weißen Gemüse inzwischen täglich zu tun.

Die ersten Stangel Spargel wurden bereits gestochen und genossen.

Bad Sooden-Allendorf – Erst war es warm und die weißen Stangen schossen vor Ostern nur so aus den Erddämmen. Bei den niedrigeren Temperaturen seit vielen Tagen wächst der Spargel nun wieder langsamer. Doch weil Landwirt Tobias Klenke in Bad Sooden-Allendorf mit schwarzen Planen und Folientunneln auf einem Teil seiner Spargelfelder arbeitet, um Wärme in die Erde zu bringen, läuft die Ernte des königlichen Gemüses bei ihm schon seit bald drei Wochen.

Und seit ein paar Tagen wird auch wieder mehr gestochen werden.

In anderen Teilen des Werra-Meißner-Kreises, wo sich Landwirte auch für das saisonale Gemüse entschieden, hat die Ernte noch nicht begonnen. In Wanfried-Aue beispielsweise geht es laut Landwirt Volker Kanngießer Anfang nächster Woche los. Und womöglich zum Wochenende hin will Landwirt Philipp Wicke in Meinhard-Jestädt erstmals stechen lassen.

Als Erntehelfer setzt Tobias Klenke wieder auf Saisonarbeitskräfte aus Rumänien, da hier in der Region keine zu kriegen seien. Wegen Corona müssen zwar einige Auflagen erfüllt werden, das sei aber kein Problem, sagt Klenke. Unter anderem werden allen Männern und Frauen – derzeit sind erst sechs im Einsatz – getrennte Schlaf- und Aufenthaltsräume sowie Sanitäranlagen zur Verfügung gestellt. Und wenn ab Mitte Mai zur Hochsaison von Spargel und Erdbeeren bis zu 18 Helfer auf dem Hof sind, soll in stets den gleichen kleinen Teams gearbeitet werden.

Eine Konsequenz hat der Corona-Arbeitsschutz auch auf die Verbraucher. Der Preis für den heimischen Spargel wird etwas höher bleiben, schätzt Klenke, „etwas über dem Niveau von 2020. Aktuell kostet ein Kilo je nach Sortierung zwischen 8 und 15 Euro.

Bei Klenke gibt es übrigens ausschließlich die erst seit 2011 verfügbare Sorte Cumulus. Dieser Spargel sei besonders weiß mit gut geschlossenen Köpfen und aufgrund weniger Fasern sehr zart. Deshalb müsse man beim Schälen vorsichtig sein.

Außerdem baut Klenke seinen Spargel nur in schweren Böden an. Dadurch gewinne das Gemüse mehr Geschmack, werde gleichmäßiger mit Nährstoffen versorgt und weise daher seltener bittere Stangen auf. (sff)

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