„Fachwerk in Flammen“ lockte nach Allendorf

Märchenhafte Kulisse: In unterschiedlichen Farben erstrahlten Häuserfassaden beim „Fachwerk in Flammen“. Fotos: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Einen stimmungsvollen Abend bot "Fachwerk in Flammen" am Samstag in Bad Sooden-Allendorf.

Dass Feuer beileibe nicht immer unheilvoll ist, sondern auch eine bezaubernde Kraft ausüben kann, wurde am Samstag deutlich, als der Gewerbeverein „Handel(n) in BSA“ (HiB) zum siebten Mal in der bewusst verdunkelten Allendorfer Altstadt das grandiose Schauspiel „Fachwerk in Flammen“ veranstaltete.

Damit wurde auch jener Witzbold Lügen gestraft, der unter Hinweis auf die enge Bebauung in der City sich zu der süffisanten Bemerkung hinreißen ließ, Fachwerk in Flammen könne doch wohl nur einmalig sein.

Dass dies nur ein schlechter Scherz gewesen ist, bewiesen die Badestädter Einwohner und ihre Gäste, die scharenweise und aus allen Himmelsrichtungen gekommen waren, um sich zu erfreuen an dem romantischen Lichterglanz in der Kirchstraße und am Marktplatz.

Für die Einheimischen war es gleichzeitig eine Demonstration, dass sie tatsächlich „Feuer und Flamme“ sind für ihre Stadt. Aus 13 Feuerschalen, gut bewacht von Mitgliedern der örtlichen Vereine, loderten die Flammen in den tiefschwarzen Himmel. Häuserfassaden erstrahlten in Rot, Grün, Blau oder Pink und bildeten so eine märchenhafte Kulisse.

Bei angenehmen, weil nicht zu niedrigen Temperaturen flanierten die Menschen durch die Stadt. Kinder hielten ihr Stockbrot ins offene Feuer. Die heimische Gastronomie lockte mit Genüssen. Dazu gehörten Bratäpfel, Kartoffel- und Gemüsesuppe oder Bratwurst vom Wildschwein. Außerdem luden die anliegenden Geschäfte zu einem entspannten Einkaufsbummel ein.

Finaler Hohepunkt unter dem Rathaus-Türmchen war die mitreißende Show von „Asgardi Feuerkunst“. Trommelwirbel und Dudelsackspiel sowie ein hundertfaches „Oh“ war die Begleitmusik zu meterhoch aus dem Mund schießenden Flammen.

Apropos Musik: Die lieferte in höchster Qualität auch die zehnköpfige Gruppe „Circle Runs“ aus Frankershausen. Die zwischen elf und 22 Jahre alten Musiker unter der Leitung von Susanne Schreiber hatten Saxophon, Horn, Querflöte, Klarinette und Trompete mitgebracht, um die dicht gedrängten Zuhörer am Vorabend des dritten Advent mit Weihnachtsliedern und anderen wunderschönen Melodien zu beglücken. Salopper ging es bei „M. Schreiber & Friends“ zu, die neben Weihnachts- auch Schunkellieder im Programm hatten. Zuletzt wurden unter den Teilnehmern am Rubbellos-Gewinnspiel auch noch wertvolle Preise verlost.

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