Fahrrad-Werkstatt an der Grundschule in Bad Sooden-Allendorf

Hilfe zur Selbsthilfe: Dank der Unterstützung der Kreisverkehrswacht können die Grundschüler in Bad Sooden-Allendorf in einer eigenen Werkstatt an Fahrrädern schrauben. Im Hintergrund (von links) Schulleiter Günter Stephan und die Verkehrserzieher Rolf Schäfer und Rüdiger Kunz. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. Es muss ja nicht gleich ihr Beruf werden, aber schaden kann diese Ausbildung nicht. An der Grundschule Am Brunnen vor dem Tore in Bad Sooden-Allendorf lassen sich künftig die Viertklässler, die soeben ihren Fahrradführerschein gemacht haben, zu kleinen Mechanikern ausbilden.

Im Umgang mit Schraubenschlüssel und Flickzeug hilft ihnen eine Fahrrad-Werkstatt, die am Donnerstagvormittag eröffnet wurde.

Herzstück ist eine Art Hebebühne für Fahrräder. In diese 600 Euro teure Halterung werden die Zweiräder eingeklemmt, damit die Kinder auf Augenhöhe mit und an den Drahteseln arbeiten können. Gestiftet hat das praktische Utensil die Verkehrswacht Werra-Meißner, dessen stellvertretender Vorsitzender Rolf Schäfer und Kollege Rüdiger Kunz das Gerät an Schulleiter Günter Stephan übergaben.

Die Werkstatt befindet sich neben dem Schulgebäude in einer Garage, in der - vom Förderverein der Grundschule gestiftet - 20 Fahrräder untergebracht sind, auf denen die meist zehn Jahre alten Jungen und Mädchen das nötige Rüstzeug erhalten, um sich mit dem Rad im Straßenverkehr sicher zu bewegen.

So war es auch gerade wieder, als die 60 Viertklässler in fünfwöchigem Intensivtraining vor und nach den Herbstferien höchst aufmerksam bei der Sache waren, als es galt, den auf dem Schulhof aufgemalten Parcours möglichst fehlerfrei zu bewältigen, bevor sie im Realverkehr ihre Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis stellen mussten. Der Fahrradführerschein, erläuterte der Schulleiter, sei zwingende Voraussetzung, um jetzt selbstständig mit dem Zweirad in die Schule zu kommen.

Losgehen wird es mit dem Handwerken in der Fahrrad-Werkstatt zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres Anfang Februar. Dazu wird eigens eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, übrigens die 16. an der Grundschule. Auf freiwilliger Basis treffen sich die Kinder dann wöchentlich einmal am Nachmittag, um Fahrräder zu reparieren, instand zu halten oder einfach nur an ihnen zu üben. Obwohl er als Polizist mit Ablauf des Jahres in den Ruhestand tritt, wird Rolf Schäfer den Kindern dann Woche für Woche mit Rat und Tat zu Seite stehen.

Auch dafür fand Schulleiter Stephan Worte des Dankes an die beiden Polizeioberkommissare, die sich seit 14 Jahren gemeinsam um die Verkehrserziehung der Schulkinder im Werra-Meißner-Kreis kümmern und als Sicherheitsberater wertvolle Tipps geben, wobei Schäfer auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz als Fahrlehrer für junge Polizeikollegen schöpfen kann. (zcc)

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