Fatemeh Menhadj wird für Rumänien-Spendenaktion ausgezeichnet

Besonderes Engagement: Fatemeh Menhadj (ganz links) hat in ihrem Nahkauf-Markt 400 Tüten Lebensmittel für bedürftige Kinder in Rumänien gesammelt. Archivfoto: Scheunert

Bad Sooden-Allendorf. Sie hat viel Gutes getan - und bekommt dafür gleich zwei Auszeichnungen:

Fatemeh Menhadj aus Bad Sooden-Allendorf hat bei der Jahrestagung der Rewe Region Mitte den „Rewe Award“ gewonnen - einen Preis, mit dem die Warengruppe außergewöhnliche Leistungen und Aktionen auszeichnet. Zudem wählten die Gäste der Tagung unter den fünf Award-Gewinnern das Projekt von Menhadj als Sieger des Publikumspreises aus.

Menhadjs Spendenaktion für rumänische Kinder in Silivas (Siebenbürgen) hatte die Jury überzeugt. Die Kauffrau, die den Nahkauf-Markt in der Badestadt betreibt, hatte im Sommer 2015 Spendentüten mit lange haltbaren Lebensmitteln zum Preis von fünf Euro verkauft. Dabei kamen innerhalb von nur zwei Wochen insgesamt 400 Tüten zusammen - gefüllt unter anderem mit Reis, Nudeln, Rapsöl, Salz, Zucker, Passierten Tomaten und Seife. Mit den 400 Tüten unterstützte Fatemeh Menhadj unter dem Motto „Mithelfen, Mitspenden“ das Spendenprojekt „Hilfe für Kinder in Rumänien“ der VR-Bank Werra Meißner Stiftung. Die Tüten brachte VR-Bank-Vorstand Stefan Fross im Herbst persönlich nach Rumänien.

„Mit dem Preis hatte ich nicht gerechnet“, freut sich Menhadj. „Die Lebensumstände der Kinder und Familien in Silivas sind erbärmlich. Oftmals bekommen sie noch nicht mal eine warme Mahlzeit am Tag. Wir konnten dank unserer Spendenaktion über zwei Tonnen Lebensmittel überreichen.“ Die Kauffrau ist stolz: „Das war unser Beitrag - von Mitarbeitern und Kunden -, um vor Ort in Rumänien Hilfe zu leisten, damit niemand aus Not seine Heimat verlassen muss.“

Jetzt möchte Fatemeh Menhadj erst einmal mit ihrem Team feiern. „Ohne meine Mitarbeiter und ihr Engagement hätten wir nie so viele Spendentüten zusammenbekommen“, sagte Menhadj. Ihr Dank gehe an die Kunden, die VR-Bank für die gute Zusammenarbeit und Bürgermeister Frank Hix, der ebenfalls Tüten verkauft hat.

Die Kauffrau möchte einen Teil des mit insgesamt 5000 Euro dotieren Preises an die örtlichen Vereine spenden. Einen anderen Teil will sie für weitere Hilfsaktionen verwenden, die in diesem Jahr starten sollen.

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