Mit buntem Programm

TSG feiert 155-jähriges Bestehen mit Sommerfest

+
Gymnastik an der „Wasserwaage“: Natalia Budanow (von links), Monika Düring und Abteilungsleiterin Andrea Müller.

Bad Sooden-Allendorf. Mit einem großen Sommerfest hat die Turn- und Sportgemeinde (TSG) 1861 Bad Sooden-Allendorf am Samstag im Eilse-Stadion ihr 155-jähriges Bestehen gefeiert.

Damit knüpfte sie an die Tradition ihrer schon legendären Sommerfeste auf dem Klausberg an.

Spiel und Spaß für alle Generationen waren Trumpf an diesem Nachmittag, an dem allen Unkenrufen der Meteorologen zum Trotz Wetterkapriolen ausblieben und erst am Abend der befürchtete Regen mit Blitz und Donner einsetzte.

Alle sechs Abteilungen des 1300 Mitglieder starken Vereins - sprich: Turnen, Fußball, Handball, Tischtennis, Schwimmen sowie Gesundheit + Rehabilitation - beteiligten sich am bunten Geschehen, das sich vorwiegend auf der Tartanbahn des Stadions abspielte.

Unterhaltsame Abwechslung

Zakariya (5, von links), Sumaiya (7) und Leon (9). Die Kinder mit ägyptischem Namen, erst seit 18 Monaten hier, sind schon Mitglied der TSG.

Torwand, Büchsenwerfen, Bogenschießen, Mohrenkopfwurfmaschine und gymnastische Balanceübungen mit der „Slashpipe“, einer Art überdimensionaler Wasserwaage mit eingefärbter Flüssigkeit, sorgten für unterhaltsame Abwechslung. Und auf einem Paar zu Viert Ski fahren, kommt auch nicht jeden Tag vor, schon gar nicht im Sommer. Bei allen Aktivitäten ging es nicht um Sieg oder Niederlage, nicht um Urkunden oder Medaillen, sondern allein um die Freude am Mitmachen, das jedes Mal mit einem kleinen Präsent belohnt wurde.

TSG-Vorsitzende Susanne Hottenroth konnte sich auf unzählige fleißige Helferinnen und Helfer verlassen, die bei den umfangreichen Vorbereitungen anpackten, sei es Tische und Bänke zu schleppen, Spielstationen aufzubauen, die Technik zu installieren, Cocktail-Bar und Weinstand auszustaffieren oder zu Hause am Backofen zu stehen und köstliche Kuchen und Torten zu zaubern. Auch die lokale Politprominenz machte der TSG ihre Aufwartung, so der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Stefan Scharf und Erster Stadtrat Günter Leis, selbst über 60 Jahre Mitglied des Vereins.

Name erst seit 1945

Übrigens: Die TSG trägt ihren heutigen Namen erst seit dem Dezember 1945, hieß seit der Gründung am 28. Juni 1861 zunächst Turnverein (TV). Von Frauen, die heute die Stütze der Turnabteilung sind, war damals noch keine Rede. Mitglieder werden konnten nämlich bis zur Gründung der Damenriege im August 1910 nur „alle unbescholtenen Männer und Jünglinge, welche das 18. Lebensjahr vollendet haben“. Und heute steht mit Susanne Hottenroth seit vier Jahren erstmals eine Frau an der Spitze des mitgliederstärksten Vereins in der Stadt.

Wie sich die Zeiten ändern...

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.