Kinder zeigen Kreativität

Beim Ferien-Theaterkurs in Bad Sooden-Allendorf trifft Schneewittchen auf Rapunzel

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Sie machen aus zwei Märchen eins (von links): Samuel (Rapunzel), Emily (Einhorn), Lilly (Frau Holle), Kursleiterin Susanne Mark, Carla (gute Königin), Neele und Teresa (beide Schneewittchen), Malte der Jäger (hinten) , Matilda (böse Königin), Kursleiter Stefan Schwidder und Henrik (Spiegel der Königin).

Bad Sooden-Allendorf. Der Jäger steht mit den beiden Schneewittchen im Wald, als Rapunzel vorbeikommt… Welches Märchen soll das den sein?

Im Ferien-Theaterkurs von Stefan Schwidder und Susanne Mark ist alles möglich, denn dort haben die Kinder das Sagen und dürfen ihre Kreativität frei ausleben. Seit Montag wird im Seniorentreffpunkt in Allendorf geprobt. Neun Kinder zwischen sechs und elf Jahren machen mit und haben sich am ersten Tag dazu entschieden, Schneewittchen auf die Bühne zu bringen. 

Der zehnjährige Samuel aber hätte lieber Rapunzel gezeigt. Und weil niemand traurig sein und alle mitentscheiden sollen, wurde kurzerhand Rapunzel ins Märchen geschrieben. Außerdem wünschten sich die Kinder eine Fee. Im Märchen Schneewittchen kommt aber gar keine Fee vor. Jetzt schon. Zumindest in der Fassung, die der Ferien-Theaterkurs gerade probt.

„Der Fantasie sind bei uns keine Grenzen gesetzt, wir ermutigen die Kinder kreativ zu sein und ihre eigenen Ideen einzubringen“, sagt Schwidder. Die Kinder dürfen die Texte mitgestalten und haben die Freiheit, den Rollen, die sie spielen, auf ihre eigene Art und Weise Leben einzuhauchen.

Emily spielt das Wunscherfüllungs-Einhorn in der besonderen Schneewittchen-Fassung. Beim Ferien-Theaterkurs dürfen die Kinder kreativ sein und Ideen haben.

Neben Rapunzel und dem Auftritt von zwei Schneewittchen erwarten die Zuschauer noch viele weitere Überraschungen. „Bei uns lernen die Kinder spielerisch, ihre Freude, ihre Talente und ihr Selbstbewusstsein durch Theaterspielen zu stärken und zu entfalten“, sagt Schwidder. Auch wenn vor allem der Spaß im Vordergrund stehe, lernten die Kinder, wertvolle Kompetenzen zu stärken, die sie in ihrem Alltag immer wieder nutzen können, so der Kursleiter weiter.

Susanne Mark konnte in den ersten beiden Tagen bereits beobachten, wie die Kinder selbstbewusster geworden sind und sie die Freiheit der Mitgestaltung motiviert. „Die Ideen sprudeln nur so aus den Kindern heraus, sie spielen konzentriert, haben Spaß dabei und machen die Geschichte zu ihrem Stück“, sagt die Pädagogin. Auf der Bühne lernten die Kinder Gefühle und Stimmungen bewusst auszudrücken, aufeinander zu achten und im Team zu arbeiten. Die fünf Workshop-Vormittage teilen sich jeweils in zwei Hälften.

Im ersten Abschnitt trainieren die Kinder spielerisch Bewegung, Stimme, Fantasie, Koordination und Ausdruck. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit dem Stück selbst. Die Kinder lernen die Rollen sowie die verschiedenen Aufgaben im Theater kennen. Dazu gehören auch Kostüme und Requisiten entwerfen, Einladungen und Tickets gestalten sowie die Aufführung planen und vorbereiten.

Am morgigen Freitag soll das Ergebnis dann öffentlich auf die Bühne im Seniorentreffpunkt gebracht werden. Um 15.30 Uhr beginnt die Märchenvorstellung, der Eintritt ist frei.

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