Märchenwoche in Bad Sooden-Allendorf: Frau Holle steht im Mittelpunkt

Bad Sooden-Allendorf. Die Märchengestalt ist Thema während der Märchenwoche. Magazin "Spiegel" widmet sich Frau Holle auf zwei Seiten.

Die Wahl der „sagenhaften Frau Holle“ als Schwerpunkt der am Osterwochenende beginnenden Märchenwoche in Bad Sooden-Allendorf sorgt dafür, dass die Veranstaltungsreihe „Sagenhaft! Frau Holles unentdeckte Seite“ des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land auch in der Badestadt eröffnet wird.

Das wird am Ostermontag, 17. April, geschehen. Nachdem Frau Holle traditionell um 15 Uhr ihre Kissen aus dem Söder Tor ausgeschüttelt hat, geht es zur Bühne im Kurpark. Dort werden die Besucher von Landrat Stefan Reuß und Benjamin Schäfer begrüßt. Schäfer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Märchenstraße, will einen Überraschungsgast mitbringen.

Reuß wird auch den Startschuss zum Malwettbewerb „Sagen aus unserer Region“ geben. Bei dem Wettbewerb sind alle Kinder bis 14 Jahre eingeladen, ihre Gedanken zu „Sagen aus unserer Region“ gestalterisch zu Papier zu bringen.

Anlass der Veranstaltungsreihe ist das 200-jährige Jubiläum der Grimmschen Sagen.

Ab 15.30 Uhr wird am Ostermontag als der ersten Veranstaltungen des „Sagenhaft!“-Jubiläums im Foyer des Kulturzentrum eine Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden Interpretationen von Studierenden des Grafik-Designs und der Tourismuswirtschaft der Diploma-Hochschule zu „Sagen in einer digitalen Welt“.

Um den Mythos der Frau Holle geht es dann am Mittwoch, 19. April. Frau-Holle-Experte Dr. Karl Kollmann gibt einige seiner Forschungsergebnisse bei einer Frau-Holle-Lesung ab 19.30 Uhr im Restaurant Weinstube preis.

Historiker Kollmann ist auch Gesprächspartner für einen Wissenschafts-Artikel im Wochenmagazin Der Spiegel gewesen. Unter dem Titel „Das Geheimnis der Schneefee“ geht Autor Matthias Schulz auf zwei Seiten der Frage nach, ob Frau Holle in Wahrheit die Gattin des germanischen Gottes Wotan ist. Der Bericht rankt sich um den Frau-Holle-Teich am Hohen Meißner und die Verbindung zwischen germanischer Göttergeschichte und Grimmschen Märchen.

In dem Artikel kann Marco Lenarduzzi vom Geo-Naturpark, der sogar ein Foto von der Holle-Holzskulptur beiträgt, auch für Nordhessen als „reine Märchenlandschaft“ werben. Und Landrat Reuß darf für den 20. Mai zum Spontan-Picknick unter dem Motto „Flashmob am Frau-Holle-Teich“ aufrufen.

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