Die Frauenkunst zieht 2015 nach Bad Sooden um

Der Fluss als Werbemotiv: Mit diesem Kunstwerk machen Barbara Schwede-Latz (von links), Anja Tatli und Ute Gilles auf die 7. Frauenkunst-Ausstellung „La Werra“ im August 2015 in Bad Sooden-Allendorf aufmerksam. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. "La Werra", die Frauenkunstschau, verlegt ihren Standort: 2015 wird sie nicht mehr im Rittergut Kleinvach stattfinden, sondern im Zentrum von Bad Sooden.

Die unter dem Namen „La Werra“ bekannt gewordene Kunstausstellung von Frauen zieht um. Nicht mehr im Rittergut in Kleinvach, sondern im Herzen von Bad Sooden werden Künstlerinnen aus der Region künftig ihre Werke präsentieren. Schauplatz werden erstmals am 30. August 2015 das Kultur- und Kongresszentrum, der Kurpark und das Alte Kurhaus sein, kündigten die Organisatorinnen Barbara Schwede-Latz (Kleinvach), Ute Gilles (Oberrieden) und Anja Tatli (Ermschwerd) an.

Mit der 7. „La Werra“ wollen die Künstlerinnen eine Erfolgsgeschichte fortschreiben, die am 26. August 2007 nur einen Steinwurf entfernt von dem Fluss in Kleinvach begonnen hatte. Zuletzt war der Besucheransturm so groß, dass es in dem Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil zum Verkehrskollaps gekommen war - „ein Super-Gau“, wie es Barbara Schwede-Latz ausdrückt.

Das vor allem war der Grund für den Umzug, der nach Überzeugung des Organisationsteams aber auch andere Vorteile hat: eine bessere Anbindung des öffentlichen Verkehrs, die malerische Fachwerkkulisse rund um den Kurpark mit vielfältigem gastronomischen Angebot und ein aufgrund der Kurgäste deutlich größeres Besucherpotenzial. Außerdem könnten wegen des großzügigen räumlichen Angebots künftig bis zu 45 Künstlerinnen mitmachen, fünfzig Prozent mehr als bisher. Nachdem schon 2012 und in diesem Jahr „La Werra“ ausgefallen war, soll die Kunstausstellung ab 2015 in zweijährigem Rhythmus stattfinden. Geändert wird auch das Bewerbungsverfahren, das auch deshalb nötig ist, weil sich regelmäßig fast doppelt so viele Künstlerinnen um eine Teilnahme bemühen, wie es die Kapazität der Ausstellungsflächen hergibt.

So werden von den Bewerberinnen drei aussagekräftige Fotos zu ihren Kunstobjekten verlangt. In einem zweiten Schritt wird das Organisationsteam die Ateliers und Werkstätten der Künstlerinnen besuchen, um sich einen persönlichen Eindruck von dem Angebot zu verschaffen. Wichtig sei, die eigene Note in den Arbeiten zu erkennen. Zu beziehen sind das Bewerbungsformular und alle weiteren Informationen im Internet unter www.lawerra.de. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember diesen Jahres. Angesprochen fühlen können sich alle kunstschaffenden Frauen mit direktem oder indirektem Bezug zur Werra-Region.

„Weil Kunst keine Hürden haben darf“, werden die Veranstalter auch künftig auf Eintrittsgelder für die eintägige Veranstaltung verzichten. Die Standgebühr von 50 Euro soll ausschließlich in die Werbung fließen.

Unterdessen hat „La Werra“ bereits im Norden der Republik Nachahmung gefunden. Unter dem Titel „La Weser“ fand soeben erstmals eine Kunstausstellung von Frauen in Bremen statt. (zcc)

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