Konzert zum Internationalen Frauentag

Frauenpower auf Irisch in Bad Sooden-Allendorf

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Irisch Folk nach deutscher Machart präsentierten (hinten von links) Barbara Hintermeier, Marion Fluck und Barbara Coerdt sowie (vorne) Sara Steinort. 

Bad Sooden-Allendorf – Frauenpower auf irische Art erlebte ein hellauf begeistertes Publikum am Freitag im überfüllten Wappensaal des Alten Kurhauses in Bad Sooden-Allendorf.

Auf Einladung des örtlichen Kulturforums hüllte dort die Gruppe „More Maids“ den Weltfrauentag mit Irish Folk, „made in Germany“, in einen musikalischen Glanz.

Ob sie sich nicht getraut hatten oder der Damenwelt an „ihrem“ Tag einfach nur charmant den Vortritt lassen wollten, sei einmal dahingestellt. Tatsächlich hatten sich Männer nur ganz vereinzelt unter das gut 150-köpfige Auditorium gemischt.

Hinter „More Maids“, die nicht ohne Grund als „First Ladies des Irish Folk“ bezeichnet werden, verbergen sich Marion Fluck (Mannheim), die die hölzerne irische Querflöte meisterhaft beherrscht, Barbara Coerdt (Hannover) mit einfühlsamem Spiel auf dem Bouzouki genannten Zupfinstrument, die ebenfalls aus Hannover stammende virtuose Pianistin Sara Steinort und Barbara Hintermeier (München), die nicht nur auf der Geige, sondern auch auf dem Dudelsack zu überzeugen weiß.

Alle Vier sind mit einer wunderschönen Stimme gesegnet und besangen in typisch irischem Stil mal den besonderen Charme von Kirchenfriedhöfen, mal den verschollenen Seemann oder in einer lustigen Variante den brustbehaarten Frosch. Beschwingte Tanz- wechselten mit romantischen Liebesliedern, und immer wieder gelang es dem selbstbewussten Quartett mühelos, die Zuhörerinnen zum rhythmischen Klatschen zu animieren.

Von ihren Heimatorten waren die Künstlerinnen per Zug nach Kassel gereist. Im Kleinbus ging es weiter nach Bad Sooden-Allendorf. Zu ihren eher seltenen Proben treffen sich die „More Maids“, die vor 25 Jahren von Fluck und Coerdt in Ludwigshafen gegründet worden waren, meistens in München.

Eingeleitet hatte das zweistündige Konzert die Vorsitzende des Kulturforums, Regine Henke, die als Gastrednerin die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Thekla Rotermund-Capar, begrüßte, mit der der Verein seit zehn Jahren kooperiert. Die wies auf den Ursprung des Frauentages vor mehr als 100 Jahren und den anhaltenden Kampf der Frauen um die Gleichheit der Geschlechter hin. Kritisch merkte sie an, dass erst im letzten Jahr in Irland per Volksentscheid der Schwangerschaftsabbruch quasi legalisiert wurde, der bis dahin mit drakonischen Strafen bis zu 14 Jahren Gefängnis bedroht gewesen sei.

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