„Gemeinschaftsgarten“ überzeugt als Ort des Miteinanders

Hessischer Familienpreis 2020 geht an das Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf

Das Team des Familienzentrums bei der Preisvergabe in Offenbach mit Sozialminister Kai Klose (rechts).
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Besondere Auszeichnung: Das Team des Familienzentrums bei der Preisvergabe in Offenbach mit Sozialminister Kai Klose (rechts).

Das Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf hat mit seinem Projekt „Gemeinschaftsgarten“ den Hessischen Familienpreis 2020 gewonnen.

Offenbach / Bad Sooden-Allendorf – Erst bei der Veranstaltung zur Siegerehrung am Mittwochnachmittag im Fußballstadion am Bieberer Berg in Offenbach wurde die Entscheidung bekannt gegeben. Die Jury prämierte das Projekt mit dem ersten Platz und 6000 Euro Preisgeld. Die Preisverleihung wurde von Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) vorgenommen.

„Gemeinsames Tun verbindet und schafft Nähe“ – dies hätten die 18 am „Gemeinschaftsgarten Bad Sooden-Allendorf“ beteiligten Familien eindrücklich unter Beweis gestellt, heißt es in einer Pressemitteilung der Sparda-Bank Hessen, die den Preis gestiftet hat. Seit Frühjahr 2018 bauen sie auf dem halben Hektar großen, zentral in der Allendorfer Altstadt gelegenen Gelände Obst und Gemüse an – auf ihrer jeweils eigenen Gartenparzelle und auf Gemeinschaftsflächen. „Was wie ein klassischer Schrebergarten anmutet, ist tatsächlich ein Ort des Miteinanders“, dort treffen sich Frauen, Männer und Familien unterschiedlichster Herkunftsländer, Lebenswelten und Religionen sowie Menschen mit körperlichen und seelischen Einschränkungen. Dort kämen, heißt es in der Mitteilung weiter, Unmut und Ärger auf den Tisch und würden durch den zum Teil von Übersetzern unterstützten Dialog und die Auseinandersetzung mit demokratischen und traditionellen Werten bereinigt.

Der zweite, mit 3000 Euro dotierte Preis geht an den Verein „YouRoPa Fulda, der mit der Eröffnung seiner „Nähbar“ und des Kleidertauschladens im Herbst 2013 in Fulda einen Ort der Begegnung geschaffen hat. Zudem erhielt das „Kompetenzzentrum muslimischer Frauen“ aus Frankfurt für seine Arbeit zur Stärkung muslimischer Frauen im Umgang mit Diskriminierung 1000 Euro.  (sff)

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