1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Bad Sooden-Allendorf

Gradierwerk: Weiter Suche nach Methode, um Dornstein zu entfernen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Stefan Forbert

Kommentare

Wie kriegen wir den Dornstein in den Griff? Eine kostengünstigere Lösung, als alle zehn bis 15 Jahre die Schwarzdorn-Reisigbündel auszutauschen, wird nicht nur von Bürgermeister Frank Hix und Gradierwerk-Experte Norbert Brill (dahinter) noch gesucht. Foto: Forbert
Wie kriegen wir den Dornstein in den Griff? Eine kostengünstigere Lösung, als alle zehn bis 15 Jahre die Schwarzdorn-Reisigbündel auszutauschen, wird nicht nur von Bürgermeister Frank Hix und Gradierwerk-Experte Norbert Brill (dahinter) noch gesucht. © Forbert

Bad Sooden-Allendorf. Ganz so euphorisch wie noch Ende 2016 bezüglich einer günstigeren Sanierung des wieder maroden Gradierwerks in Sooden ist man mittlerweile nicht mehr.

Die Hoffnung, dass die Verkrustung des Schwarzdorn-Reisigs, über die die Sole läuft, mit einem chemischen Verfahren beseitigt werden könnte, hat sich zerschlagen. Die Versuche, die der Göttinger Wissenschaftler Dr. Bernd-Peter Ernst mit speziellen Organismen im Labor anstellte, erwiesen sich leider als nicht geeignet, um die Zweige von den auch Dornstein genannten Krusten zu befreien. Den Kalk könnten die Bakterien wohl lösen, gaben Architekt und Gradierwerk-Experte Norbert Brill und Bürgermeister Frank Hix die Informationen des Chemikers weiter. Doch der Gips, der mit anderen Komponenten einen Anteil von 80 Prozent an der Kruste hat, trotzt den Organismen.

Doch noch geben die Verantwortlichen nicht auf, um eine Lösung zu finden. So wurde schon überlegt, die Schwarzdorn-Bündel so zu bearbeiten, dass der Gips abfällt, entweder mit Hochdruckwasser oder mit Rütteln. Doch Norbert Brill fürchtet, dass dann das Holz oder die Zweigspitzen zu stark darunter leiden.

Spezielles Filtersystem als weitere Indee

Eine weitere Idee ist, nach dem Einbau frischen Schwarzdorns die erneute Ablagerung von Gips und Kalk zu verhindern, wenn die Sole vorher durch ein spezielles Filtersystem laufen muss. Das müsste aber auch erst noch entwickelt werden.

Derweil noch nach einer kostengünstigen Methode gesucht wird, plant die Stadt schon die bis zu 1,7 Millionen Euro teure Grundsanierung. Damit muss, sagt Hix, aus statischen Gründen noch in diesem Jahr begonnen werden. Der Start ist - zunächst auf der Seite zur Bahnlinie hin, wo auch der Turm saniert werden soll - für September vorgesehen. Ziel ist, bis April 2018 fertig zu sein - also rechtzeitig vor der 800-Jahr-Feier.

Was das Gradierwerk so besonders macht, lesen Sie in der gedruckten Wochenend-Ausgabe der HNA Witzenhäuser Allgemeinen.

Lesen Sie dazu:

Auch interessant

Kommentare