Gratulation aus New York: Glory Gospel Singers überraschen Besucherin

Sie kann es nicht fassen: Doris Hölle, gerade zur Kur in Bad Sooden-Allendorf, erhielt zu ihrem 50. Geburtstag ein Ständchen von den Glory Gospel Singers aus New York – hier mit Shaun Saunders (von links), Marc Allen und Keyanna Scott. Foto: Cortis

Bad Sooden-Allendorf. „Where is Doris? (Wo ist Doris?)" Chorleiter Shaun Saunders blickt angestrengt bis in die letzten Stuhlreihen des voll besetzten Kultur- und Kongresszentrums in Bad Sooden-Allendorf.

Zaghaft erhebt sich eine zierliche Frau und schreitet ungläubig staunend in Richtung Bühne. „Happy Birthday“ schallt es ihr von dort stimmgewaltig entgegen.

Das nennt man mal eine gelungene Überraschung, wenn man - respektive frau - zum 50. Geburtstag Glückwünsche aus New York erhält. Von dort nämlich stammen die Glory Gospel Singers, die am Freitagabend mit einem phantastischen Konzert die fast 300 Zuhörer begeisterten.

Mit-Patientin gab den Tipp 

Mit dem Konzertbesuch am selben Tag, da hinten zum fünften Mal die Null steht, hatte sich Doris Hölle selbst ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Sie ist in Heroldsberg bei Nürnberg zu Hause und hält sich noch gut eine Woche zur Reha in der Werraklinik in Bad Sooden-Allendorf auf. Und das mit dem runden Geburtstag hatte ihre Co-Patientin Rita Szemectzke aus Witten dem Ensemble aus dem „Big Apple“ gesteckt.

Das Sextett, dem neben Saunders als zweiter Mann Marc Allen sowie die Sängerinnen Jasmine Hill, Aprell Hobby, Keyanna Scott und Bryannah Tillman angehören, trumpfte als Chor und in den Soli mit Stimmen auf, wie man sie in ihrer Reinheit, mal zart, mal urgewaltig, selten zu hören bekommt. Zwischen tiefer Inbrunst bei den Gospels („Kumbaya, my Lord“) und sprühender Lebensfreude bei den Songs, wie etwa „O happy day“, schwankte das musikalische Stimmungsbarometer und riss das Publikum ein- ums andere Mal zu Beifallsstürmen hin.

Dabei verstand es der glänzend und auch zu allerlei Späßen aufgelegte Shaun Saunders, mit unwiderstehlichem Charme die Zuhörer ins gesangliche Geschehen einzubeziehen, etwa bei „Michael row the boat ashore“, dem aus dem Saal ein vielstimmiges und in der Phonstärke anschwellendes „Halleluja“ folgte.

Nicht fehlen durften im schier unendlichen Repertoire der Gospel Singers die Friedenshymne „We shall overcome“ oder so bekannte und zum Mitsingen einladende Songs wie „Let my people go“, „Down by the River Side“ oder „When the Saints go marching in“. Der Jahreszeit angemessen, mit „Silent Night“ (Stille Nacht) auf den Lippen, verabschiedete sich der Chor ganz langsam im Gänsemarsch aus dem Saal. Ganz laut und anhaltend der verdiente Beifall der begeisterten Zuschauer.

Von Christoph Cortis

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