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Geschäftsleute in Bad Sooden-Allendorf haben großes Herz für kleine Tiere

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Von: Christoph Cortis

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Anja Steidl (von links), Fox Glaese, Jonny und Gitta Böttner, Janina Olfermann und Alicja Przyeyla.
Warmer Regen für Tierschützer: Anja Steidl (von links), Fox Glaese, Jonny und Gitta Böttner, Janina Olfermann und Alicja Przyeyla. © Chris Corrtis

Ob Hund, Katze oder Kaninchen – für kleine Tiere haben Gitta und Jonny Böttner ein großes Herz. Die beiden Geschäftsleute, die in ihrem Laden an der Kirchstraße in Allendorf neben Tabakwaren auch Hochprozentiges und Zeitschriften vertreiben, außerdem jenen die Daumen drücken, die mit der Abgabe ihres Lottoscheins auf das große Glück hoffen, haben jetzt selbst und nicht zum ersten Mal für strahlende Gesichter gesorgt.

Bad Sooden-Allendorf – An den Tierschutzverein Werratal mit Sitz in Neu-Eichenberg überreichten sie Spendengeld in Höhe von 610 Euro und schraubten damit das Ergebnis ihrer andauernden Sammelaktion auf stolze 4256,79 Euro.

Mit Anja Steidl an der Spitze, ihrer Stellvertreterin Fox Glaese, Schriftführerin Janina Olfermann und Schatzmeisterin Alicja Przyeyla war der komplette geschäftsführende Vorstand zur Spendenübergabe angereist, um den Böttners für ihr Engagement Dank zu sagen. 24 Monate nach der Gründung des Tierschutzvereins im Jahr 2015 hatte es keiner großen Überredungskünste bedurft, um Gitta und Jonny Böttner für die gute Sache zu gewinnen. Anfangs sei die Spendendose mit nur geringen Beträgen gefüllt worden, erinnert sich Gitta. Das habe sich aber sehr bald geändert: „Die Aktion hat sich etabliert. Die Leute wissen, wohin das Geld geht, und geben gern.“ So erhalten die ehrenamtlichen Tierschützer in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen unterschiedliche Summen im dreistelligen Bereich.

Vor knapp zehn Jahren hatten die Eheleute selbst vier Stubentiger. Heute sind es mit „El Cid“ und „Columbus“ nur noch zwei. Ein dritter Kater war erst vor Kurzem praktisch vor ihrer Haustür von einem Auto überfahren worden. Das Muttertier hatte eine Krebserkrankung nicht überlebt.

Schlimm ergangen ist es auch dem Perserkater „Jojo“, den die Neu-Eichenberger Tierschützer in Bad Sooden-Allendorf abgeholt haben. „Das Tier bestand nur noch aus Haut und Knochen und brachte gerade mal die Hälfte seines Normalgewichts auf die Waage“, erinnert sich Fox Glaese. Heute sei Jojo wieder fit und auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause, nachdem er unter anderem zwei Wochen in der Obhut eines Tierarztes gewesen sei.

Apropos: Der Weg zum Veterinärmediziner ist für den Verein der erste Schritt, wenn ein Tier aufgefunden oder abgegeben wird. Dem Gesundheitscheck folgen die Quarantäne und, falls nötig, die fachärztliche Behandlung.

Bis heute hat der Verein rund 100 Tiere an Privatpersonen vermittelt. Auf neue Besitzer warten gegenwärtig 23 Katzen und zwei Kaninchen. In Pflege sind sie alle untergebracht auf dem Gehöft von Fox Glaese, die selbst fünf Katzen, zwei Hunde und vier Laufenten hält und nach eigenen Angaben von morgens um sechs bis Mitternacht nur für ihre Schützlinge auf den Beinen ist.

Weit überwiegend finanziert sich der Tierschutzverein Werratal aus Spenden. Die bescheidenen Jahresbeiträge (mindestens 18 Euro) decken nur einen Bruchteil der anfallenden Kosten ab. Möglich sind auch Patenschaften ab fünf Euro aufwärts pro Monat.

Für eine Vollversorgung fallen monatliche Kosten von rund 30 Euro an.  

Spenden: Die Kontonummer gibt es über die E-Mail-Adresse tierschutzverein-werratal@web.de (zcc)

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