Ab dem 1. März

Grundgebühr steigt: Das Wasser wird teurer in Bad Sooden-Allendorf

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Kostbares Nass: Für die Wasserversorgung in Bad Sooden-Allendorf steigt die jährliche Grundgebühr ab März kräftig an.

Bad Sooden-Allendorf. Für ihr Trinkwasser müssen die Einwohner in Bad Sooden-Allendorf ab 1. März tiefer in die Tasche greifen.

Zwar bleibt der Preis für einen Kubikmeter mit brutto 1,79 Euro konstant, dafür wird die jährliche Grundgebühr kräftig angehoben. Die Erhöhungen bewegen sich je nach Verbrauch von knapp 100 bis deutlich über 400 Prozent. Das hat das Stadtparlament einmütig beschlossen.

So steigt die Grundgebühr für einen Jahresverbrauch von mehr als 30 Kubikmetern (bis einschließlich 150 Kubikmetern) von derzeit 2,35 Euro auf 4,60 Euro. Davon dürften die meisten Haushalte betroffen sein. Für einen Verbrauch von mehr als 20.000 Kubikmetern pro Jahr wird künftig eine Grundgebühr von knapp 289 Euro fällig gegenüber derzeit 64,20 Euro. In diese Kategorie fallen zum Beispiel die örtlichen Kliniken. Insgesamt verspricht sich die Stadt von den neuen und zuletzt vor sechs Jahren geänderten Gebühren bei der Wasserversorgung Mehreinnahmen von rund 80.000 Euro.

Als Alternative zur Anhebung der Grundgebühr war auch eine Erhöhung der Benutzungsgebühren im Gespräch, wonach der Kubikmeter Wasser 1,96 Euro statt aktuell 1,79 gekostet hätte. Die Lösung wurde allerdings verworfen, weil in dem nun beschlossenen Modell wegen der Gleichbehandlung der Verbraucher die gerechtere Lösung gesehen wurde.

Vor der Abstimmung wies Bürgermeister Frank Hix darauf hin, dass die Stadt gesetzlich verpflichtet sei, für einen ausgeglichenen Gebührenhaushalt zu sorgen. Zwar macht die Stadt nach den vorliegenden Zahlen im Haushalt 2017, der erst im März verabschiedet wird, ein Plus von 28.000 Euro. Allerdings weist der Wirtschaftsplan für die Wasserversorgung auch geplante Investitionen von mehr als 600.000 Euro aus. Nicht angetastet werden nach dem Votum des Parlaments die Grund- und Benutzungsgebühren für das Abwasser. So bleibt der Kubikmeterpreis mit vier Euro stabil.

Bürgermeister Hix hat zudem eine moderatere Anhebung der Grundsteuer B für Haus- und Grundbesitzer in Aussicht gestellt. Danach soll diese Steuer nicht - wie im Haushaltsentwurf 2017 veranschlagt - um 120, sondern nur noch um 60 Punkte von 590 auf 650 Prozent steigen. Für die Stadt würde das in diesem Jahr Mehreinnahmen von etwa 176.000 Euro bedeuten. Gegenüber unserer Zeitung machte der Bürgermeister aber deutlich, dass auch in der Zukunft mit einer weiteren Anhebung der Grundsteuer B zu rechnen sei, um das im Schutzschirm festgeschriebene Ziel eines ausgeglichenen Haushalts im Jahr 2020 zu erreichen. Schon bei den ersten Beratungen des Haushaltsentwurfs, die noch nicht abgeschlossen sind, hatte sich unter den Stadtverordneten deutlicher Widerstand gegen eine Erhöhung der Grundsteuer um 710 Punkte geregt, auch aus der eigenen Fraktion des CDU-Mannes Hix.

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