1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Bad Sooden-Allendorf

Unwägbarkeiten kennzeichnen Bad Sooden-Allendorfs Haushalt 2023

Erstellt:

Von: Christoph Cortis

Kommentare

Schlaglöcher auf der Straße am Brauhaus im Stadtteil Allendorf
Soll für 173 000 Euro erneuert werden: Die Straße am Brauhaus im Stadtteil Allendorf. © Chris Cortis

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen sind noch nicht überwunden. Der Krieg in der Ukraine hat vor allem die Energiepreise explodieren lassen.

Bad Sooden-Allendorf – Hinzu kommt eine Inflation von aktuell zehn Prozent. Unwägbarkeiten sind das Merkmal des Haushalts 2023, den im Entwurf Bürgermeister Frank Hix den Stadtverordneten am Freitagabend präsentiert hat. Hix: „Es ist wie ein Blick in die Glaskugel.“

Das Zahlenwerk schließt bei geplanten Ausgaben in Höhe von gut 19 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nur marginal verbessert mit einem Fehlbedarf von mehr als 358 000 Euro ab.

Allerdings: Dieses Defizit könnte sich noch verdoppeln, falls der Beschluss der Mehrheitskoalition aus SPD, Grünen und FWG vom gleichen Abend Bestand hat, wonach auf eine Erhöhung der Kurtaxe verzichtet wird. Wie berichtet, will Hix – in Personalunion auch Vorsitzender des Verwaltungsrates der Tourismus- und Kuranstalt – Widerspruch einlegen gegen diese Entscheidung.

Laut dem Etatentwurf, den das Parlament einmütig zur weiteren Beratung an den Finanzausschuss überwies, wird der Gesamtbedarf der Kredite zur Finanzierung von Investitionen und entsprechender Förderungsmaßnahmen auf gut 2,4 Millionen Euro festgesetzt. Der Höchstbetrag der Liquiditätskredite, womit Leistungen rechtzeitig bezahlt werden sollen, beläuft sich demnach auf eine Million Euro.

Steuererhöhungen sind – zumindest vorerst – nicht vorgesehen. Somit bliebe es bei den Hebesätzen von 800 Prozent für bebaute und bebaubare Grundstücke (Grundsteuer B) und von 620 Prozent für land- und forstwirtschaftliche Betriebe (Grundsteuer A). Unverändert wäre dann auch die Gewerbesteuer in Höhe von 400 Prozent.

Hix ging auch auf die im nächsten Jahr geplanten Investitionen ein. Demnach soll die Freiwillige Feuerwehr in der Kernstadt ein so bezeichnetes Staffellöschfahrzeug erhalten, von der Stadt mit einem Eigenanteil von mehr als 390 000 Euro finanziert. Für den Hochwasserschutz, konkret die Erhöhung des Damms zwischen Werra und B 27, will die Stadt 266 000 Euro ausgeben.

Erneuert werden sollen die Straßen Auf den Teichhöfen in Sooden mit Kosten von 250 000 Euro und Am Brauhaus in Allendorf (150 000 Euro). Die geplante Anschaffung von Fahrzeugen für den Baubetriebshof schlägt demnach mit insgesamt 173 000 Euro zu Buche. (zcc)

Auch interessant

Kommentare