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Therme in Bad Sooden-Allendorf dreht Heizung wieder hoch

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Von: Stefan Forbert

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Thermen-Betriebsleiter Patrick Gerlach, Kurdirektor Jens Lüdecke und Bürgermeister Frank Hix weisen auf das Schild und die darauf gedruckte, wieder gebotene Wassertemperatur von 32 Grad im großen Solewasserbecken hin.
Wieder 32 Grad warm: Den Badegästen der Werratal-Therme in Bad Sooden-Allendorf wird ab sofort wieder die gewohnte Wassertemperatur geboten. Darauf weisen (von links) Thermen-Betriebsleiter Patrick Gerlach, Kurdirektor Jens Lüdecke und Bürgermeister Frank Hix hin. © Stefan Forbert

„Wir geben Gas!“ – Mit einer Werbekampagne unter diesem Slogan will die Kur-AöR Bad Sooden-Allendorf jetzt in die Offensive gehen und in der Energiekrise mit dem extrem hohen Preisniveau das Beste machen, um die roten Zahlen so weit wie möglich im Zaum zu halten.

Bad Sooden-Allendorf – Anliegen der Kampagne ist, dass die Werratal-Therme weiterhin auf ihre Bade- und Saunagäste setzen kann und niemanden verliert, im Gegenteil. Dazu wurde nach ein paar Wochen leicht gesenkter Wassertemperatur im großen Solebecken am Mittwoch die Heizung wieder richtig aufgedreht, um die 32 Grad Wohlfühltemperatur zu bieten. Auch die Lufttemperatur wurde wieder von 24 auf 26 Grad angehoben.

Unter dem Motto „Volle Leistung für Eure Treue“ sollen die Besucher nicht unter Energiesparbemühungen leiden, zumal sie die vor zwei Wochen um 30 Prozent erhöhten Eintrittspreise bislang ohne Murren akzeptiert hätten, wie Kurdirektor Jens Lüdecke, Bürgermeister Frank Hix als Verwaltungsratsvorsitzender der Kur-AöR und Thermen-Betriebsleiter Patrick Gerlach bei einer Pressekonferenz am Freitag betonten. Da könne man ihnen nicht auch noch Abstriche beim Angebot zumuten, sondern müsse „100 Prozent Genuss und exzellenten Service“ bieten. Mindestens 90 Prozent der jetzigen Besucherzahlen seien nach den jetzigen Kalkulationen auch erforderlich, so Gerlach.

Der Verwaltungsrat hatte die Pläne am Dienstag gebilligt und zu der Werbe-Offensive ermutigt, so Lüdecke und Hix. Beide sehen auch keine sinnvolle Alternative, mit der die Erhöhung des Defizits des Thermenbetriebs angesichts der aktuellen Einkaufspreise für Strom und Gas im nächsten Jahr verhindert werden könnte. Nur: Werde die Therme geschlossen, das heißt auf Notbetrieb heruntergefahren, verdoppele sich mangels Einnahmen das zusätzliche Defizit.

Außerdem setze man mit dem Entschluss, die Therme mit vollem Leistungsspektrum weiter zu betreiben, gegenüber den Gästen und Reha-Patienten, Dienstleistern und Gewerbetreibenden vor Ort und den 65 Mitarbeitern „ein deutliches Zeichen“, sagte Kurdirektor Lüdecke.

Zugleich nannte er es eine „Katastrophe“, sollte sich die Stadt von der „Schlüsselinfrastruktur Therme“ ganz trennen wollen. Das würde Bad Sooden-Allendorf „den Todesstoß versetzen“. (sff)

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