Langjährige Parlamentschefin und bisheriger Erster Stadtrat

Bad Sooden-Allendorf verleiht höchste Ehren an Silvia Börner und Günter Leis

Große Ehre für die Vorgängerin: Die langjährige Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Börner wurde vom neuen Parlamentschef Mario Ziegler zur Stadtältesten und Ehrenbürgerin ernannt.
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Große Ehre für die Vorgängerin: Die langjährige Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Börner wurde vom neuen Parlamentschef Mario Ziegler zur Stadtältesten und Ehrenbürgerin ernannt.

Die Badestadt Bad Sooden-Allendorf hat zwei neue Ehrenbürger: Silvia Börner und Günter Leis.

Bad Sooden-Allendorf – Die langjährige Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Börner (61/SPD) und der bisherige Erste Stadtrat Günter Leis (82/CDU) erfuhren als „sehr verdiente Mitbürger“ in der Sitzung der Stadtverordneten am Freitagabend im Kultur- und Kongresszentrum die höchste Ehrung, die die Stadt Bad Sooden-Allendorf verleihen kann.

Börner war 25 Jahre in der Politik

Seit 1996 gehörte Silvia Börner, die für die neue Wahlzeit nicht mehr kandidiert hatte, dem Stadtparlament an und war gleich zur stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin gewählt worden. Zehn Jahre später beerbte sie Urgestein Karl-Werner Böttigheimer in dem höchsten repräsentativen Amt der Stadt.

Auch in der Arbeitsgemeinschaft der Parlamentschefs in Hessen wirkte sie mit, sie engagiert sich im Kirchenvorstand der St.-Crucis-Gemeinde in Allendorf und seit 2019 als Kirchenvorsteherin, arbeitet im Vorstand des Sozialkreises Bad Sooden-Allendorf und des SPD-Ortsvereins mit und ist Schöffin am Amtsgericht in Eschwege, zählte ihr Nachfolger Marco Ziegler (SPD) in seiner Laudatio auf.

Sie sei für jeden da, der ihre Hilfe brauche, würdigte der neue Stadtverordnetenvorsteher seine Vorgängerin und sagte weiter: „Sie ist eine große Bereicherung für die Stadt“, für die sie viele treue Dienste geleistet habe.

Silvia Börner wurde dann gleich doppelt ausgezeichnet: Zunächst wurde sie zur Stadtältesten ernannt – eine Ehrung, die längst fällig gewesen wäre, wie Ziegler anmerkte – und dann zur Ehrenbürgerin.

Die 61-Jährige nutzte ihre Dankesworte zu dem Appell an die Bürger, sich auch ehrenamtlich zu engagieren sowie der jungen, neuen Stadtverordnetenversammlung die Chance zu geben, sich zunächst zu finden. Sie selbst, sagte sie, werde sich auch weiterhin engagieren.

Leis war seit 2001 vielfältig politisch engagiert

Ebenso mit der Ehrenbürgerwürde wurde Günter Leis ausgezeichnet, was für ihn etwas ganz Besonderes“ sei, wie der 82-Jährige mit bewegter Stimme bekannte.

Kommunalpolitisch engagierte sich der Christdemokrat, der bis April 2021 fünf Jahre lang als ehrenamtlicher Stellvertreter des Bürgermeisters fungierte, seit Mai 2001 – zunächst 15 Jahre in der Stadtverordnetenversammlung. Wie Bürgermeister Frank Hix (CDU) in seiner Laudatio erwähnte, war Leis von 2009 bis 2016 sowohl stellvertretender Parlamentsvorsteher als auch stellvertretender CDU-Fraktionschef. Im Laufe seiner Zeit im Parlament gehörte er fast allen Ausschüssen an, 2016 wechselte er dann in den Magistrat.

Würdigung für den bisherigen Stellvertreter: Günter Leis, bis April Erster Stadtrat, erhielt von Bürgermeister Frank Hix (rechts) die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger von Bad Sooden-Allendorf.

Auch außerhalb der Kommunalpolitik engagierte Günter Leis sich in verschiedenen Bereichen. Hix nannte die Betreuung der weiblichen A-Handballjugend und die Vorstandsarbeit in der Schwimmabteilung der örtlichen TSG ebenso wie den aktiven Einsatz für den Brandschutz – fast 25 Jahre als Atemschutzträger und unter anderem zwei Jahre Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr von Bad Sooden-Allendorf. Beim DRK war er zudem Ausbilder. „Er hat sich immer eingesetzt zum Wohl der Stadt“, würdigte der Bürgermeister. Die ehrenamtliche Arbeit habe ihm sehr viel Spaß gemacht, sagte Leis in seinen Dankesworten, und sie habe ihn „auch glücklich gemacht“.

Die 27 Stadtverordneten, die zunächst pro forma die besonderen Ehrungen noch beschließen mussten, was sie natürlich jeweils einstimmig taten, applaudierten beiden besonders Gewürdigten im Stehen, als diese ihre Ehrenurkunden erhielten. Zudem hatten die Mandatsträger für zwei Präsentkörbe gesammelt, die die neue Erste Stadträtin Andrea Stöber (SPD) überreichte.  

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