Horror-Unfall als Übungs-Szenario: 50 Feuerwehrleute zeigten ihr Können

Unfall an der Werrabrücke: Das war in diesem Jahr das Szenario der Osterübung der Feuerwehr Bad Sooden-Allendorf. Zahlreiche Zuschauer beobachteten, wie die „Verletzten“ mit Hilfe der Drehleiter geborgen wurden. Foto: Schröter

Bad Sooden-Allendorf. Schauplatz der 118. Auflage der traditionellen Osterübung der Feuerwehr Bad Sooden-Allendorf war jetzt die mittlere Werrabrücke in der Bahnhofstraße, wo sich ein fürchterlicher und glücklicherweise nur fiktiver Verkehrsunfall ereignet hatte.

Wie immer hatte sich Wehrführer Stefan Scharf ein Szenario ausgedacht, bei dem seine Leute den vielen Zuschauern trotz des nasskalten Wetters ihr Können, ihre Fahrzeuge und Gerätschaften präsentieren konnten. Danach war ein Auto zu schnell in Richtung Stadtzentrum unterwegs gewesen, hatte unmittelbar vor der Brücke einem Radfahrer ausweichen müssen, war auf den Bordstein gekommen, in eine Menschenmenge gerast, von der Brücke gestürzt und auf dem Dach gelandet. Dabei hatte der Wagen mehrere Passanten mit in die Tiefe gerissen. Neben den beiden schwer verletzten Insassen waren so auch zehn Fußgänger zu Schaden gekommen.

Kurz nach der Alarmierung rückten die knapp 50 Einsatzkräfte mit einem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug, der großen Drehleiter, dem Einsatzleitwagen, einem Gerätewagen Logistik und einem Mannschaftstransportfahrzeug an. Nachdem Einsatzleiter Marcus Klenke die Lage sondiert hatte, wurden zunächst die Verletzten (alle gespielt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr) auf der Brücke versorgt.

Gleichzeitig wurden Leitern so postiert, dass die Einsatzkräfte auf die darunter liegende Wiese und damit an das verunglückte Fahrzeug gelangen konnten. Mit einem an der Drehleiter befestigten Rettungskorb wurde ein Verletzter nach dem anderen geborgen. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden mit Hilfe von Hydraulikschere und -spreizer aus dem Auto befreit. Nachdem alle Verletzten geborgen und versorgt waren, erklärte Stefan Scharf, der die Übung in gewohnt fachkundiger Manier moderierte, diese nach einer knappen Stunde für beendet.

„Diese Veranstaltung ist traditionell eher eine Schauübung und keine Übung streng nach Dienstvorschrift“, erklärte der Wehrführer. Sein spezieller Dank galt seinen Einsatzkräften, von denen sich die meisten auch in diesem Jahr wieder extra einen Tag Urlaub genommen hatten, um bei der Osterübung dabei sein zu können.

Horror-Unfall als Übungsszenario für Bad Sooden-Allendorfer Feuerwehr

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