Sogar Thomaerchor-Leiter sang für St.-Crucis-Kirchengemeinde

Hunderte feiern Abschluss der Bauarbeiten in Gotteshaus

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Gestalteten den Festgottesdienst: Dr. Daniel Bormuth (von links), Dagmar Ried-Dickel und die Hausherren Hubertus Spill und Thomas Schanze, hier mit einer 118 Jahre alten Planke, auf der Volker Schulz die Namen der Handwerker verewigt hat.

Bad Sooden-Allendorf. Die Freude war fast mit Händen zu greifen: Hunderte Menschen feierten am Sonntag den Abschluss der Bauarbeiten im Gotteshaus der St.-Crucis-Gemeinde. 

Die Kirche mit ihrem wundervoll restaurierten Kirchenschiff sei, wie es Pfarrer Hubertus Spill in seinem Willkommensgruß formulierte, „in ihrer alten Schönheit wieder auferstanden“.

Und das war nur der Vorgeschmack. Denn dem Ganzen wird die Krone erst aufgesetzt, wenn die neue Orgel raumfüllend auf der Empore installiert ist und die „Queen an der Werra“ im nächsten Jahr pünktlich zum 800-jährigen Stadtjubiläum aus mehr als 6000 Pfeifen zum Lobpreis Gottes erklingen wird.

Zum mehr als 90-minütigen Festgottesdienst zogen die Pfarrer Bad Sooden-Allendorfs beider Konfessionen in das Gotteshaus ein: die beiden „Hausherren“ Thomas Schanze und Hubertus Spill, ihr Soodener Kollege Dr. Daniel Bormuth sowie Pater Lukas für die St.-Bonifatius-gemeinde. An ihrer Seite: die stellvertretende Dekanin des Kirchenkreises Witzenhausen, Dagmar Ried-Dickel, und Präses Ronald Gundlach. Jede einzelne der voll besetzten Bankreihen war mit einer lodernden Kerzenflamme geschmückt.

Familienfeiern seien abgesagt, Urlaubsreisen verschoben worden, und Kranke hätten die Hoffnung geäußert, diesen Tag noch erleben zu dürfen, beschrieb Pfarrer Spill die tiefe Zuneigung der Allendorfer zu „ihrer“ St. Crucis-Kirche: „Sie hat einen festen Platz in den Herzen der Menschen.“

Dagmar Ried-Dickel rief der Gemeinde in ihrer Festpredigt von der Kanzel aus zu: „Sie lieben Ihre Kirche“. Das komme nach der geglückten Restaurierung auch in den „schönen Formen, Farben und Maßen“ zum Ausdruck, die letztlich „die Schönheit Gottes widerspiegeln“ und so auch zur Stärkung des Glaubens beitrügen.

Viele Spenden

Wie Pfarrer Hubertus Spill dankte auch sie allen, die zum Gelingen des Werkes beigetragen hätten und hob besonders das hohe Spendenaufkommen der Bevölkerung und das ehrenamtliche Engagement der „Baulöwen“ hervor, die „mit eigener Hände Arbeit“ in unzähligen Stunden Großes geleistet hätten.

In dem vom Kirchen- und Posaunenchor umrahmten Festgottesdienst setzte der Leiter des berühmten Leipziger Thomanerchores, Gotthold Schwarz, mit ausdrucksstarkem Sologesang ein musikalisches Glanzlicht.

Unter freiem Himmel und bei allerlei lukullischen Genüssen ging das Fest später weiter zu Klängen unter anderem des Spielmannszuges der Feuerwehr. Und die Jungen und Mädchen des Crucis-Kindergartens stimmten fröhlich ein: „Heute feiern wir ’ne Riesenfete...“

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