Viel Bewegung an der frischen Luft

Im Naturkindergarten Oberrieden soll ab August die Betreuung von 14 Kindern beginnen

Sie erkunden schon ihr neues Domizil: Junus (2), Anouk (4), und Oda (2) mit Kita-Leiterin Svenja Marchand.
+
Sie erkunden schon ihr neues Domizil: Junus (2), Anouk (4), und Oda (2) mit Kita-Leiterin Svenja Marchand.

Der Naturkindergarten im Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Oberrieden will im August mit der Betreuung von 14 Kindern starten.

Eine moderne Homepage hat der Naturkindergarten Oberrieden schon, jetzt steht auch der geräumige Bauwagen auf dem Gelände am Waldrand, eine Wasserleitung ist gelegt, im August soll es losgehen mit der Betreuung von 14 Kindern. Die Idee, eine Alternative zur Regelkita aufzubauen, verfolgten die Vereinsgründer, Svenja Marchand und Michael Schiwon aus Oberrieden, schon seit einigen Jahren. Svenja Marchand besitzt als Ethnologin und Erzieherin die nötigen Erfahrungen als Kita-Leiterin, Michael Schiwon stammt aus der Region und ist Sozial- und Umweltpädagoge.

Ziel des Naturkindergartens sei es unter anderem, die ganzheitliche Entwicklung der Kinder zu fördern, mit der Natur als Partner, und dadurch einen Beitrag zur Regionalentwicklung sowie der Erziehungs- und Bildungslandschaft in der Kommune zu leisten.

„Der Raum, in dem wir uns bewegen, ist die Natur mit ihren Jahreszeiten“, sagt Svenja Marchand. „Neben den Freispielzeiten, wie sie es in jedem anderen Kindergarten auch gibt, machen wir Spaziergänge und erkunden den Wald. Anders ist vielleicht, dass es weniger vorgegebene Spielmaterialien gibt, dafür viel mehr das, was man draußen finden kann.“ Und zwar das ganze Jahr über.

Die Basis des Kindergartens ist der runderneuerte, beheizbare Zirkuswagen, der innen viel Platz zum Aufenthalt bietet und noch durch eine große, überdachte Veranda ergänzt wird. Der Blick von dem Grundstück neben dem Wasserhäuschen geht über Obstwiesen hinweg ins Werratal. „Wir freuen uns, dass das Projekt nach langer Zeit der intensiven Beratung nun in die Umsetzung kommt“, sagen Bürgermeister Frank Hix und Erster Stadtrat Günter Leis und geben zu: „Etwas Neues auf den Weg zu bringen, hat ein bisschen Überzeugungsarbeit gekostet.“ Jetzt aber sind sie sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der Naturkindergarten erhöhe die Angebotsvielfalt, das Konzept sei zeitgemäß und die Nachfrage groß. Bereits jetzt gebe es nur noch wenige freie Plätze. Landwirtin Michaela Schenke aus Oberrieden hat das Grundstück zur Verfügung gestellt.

Der Naturkindergarten soll ein Gemeinschaftsprojekt sein, und dazu dienen, mehr Leben in die Dörfer zu bringen“, sagt sie. Carola Grieß, die ebenfalls als Erzieherin im Kindergarten arbeiten wird, freut sich schon, denn auch sie hat eine Begeisterung für die Natur. „Coronabedingt ist aber noch nicht ganz klar, mit wie vielen Kindern wir die Betreuung im August tatsächlich starten können“, sagt Svenja Marchand.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.