Immer Ärger mit Hundehaufen in Bad Sooden-Allendorf

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Tatort Bolzplatz: Über 30 Fähnchen markieren die Hundehaufen auf dem Bolzplatz am Diebesturm in Allendorf.

Bad Sooden-Allendorf. Die Hinterlassenschaften von Hunden ärgern so manchen Badestädter. Bürgermeister Frank Hix wandte sich kürzlich sogar in einem Brief an die Hundehalter.

Über 30 rote Fähnchen auf einem relativ kleinen Stück Rasen machen das Problem noch besser sichtbar: Der Bolzplatz am Diebesturm in Allendorf ist voller Hinterlassenschaften von Hunden. Nicole Drechsler, Mutter einer elfjährigen Tochter und eines achtjährigen Sohnes, hat sich die Mühe gemacht und alle Haufen markiert. Damit auch die Kinder sehen, wo sie überhaupt noch laufen können.

Es müsse sich um einen etwas größeren Hund handeln, der nahe dem Diebesturm offenbar regelmäßig seine Notdurft verrichtet, vermutet Nicole Drechsler angesichts der Haufengröße.

Auf Spielplätzen sind Hunde generell verboten, doch zumindest ein Tierhalter missbraucht den Bolzplatz sogar als „Hundeklo“, wie die Mutter klagt. „Ich finde es eine absolute Frechheit“, sagt sie. Schon vor zwei Wochen sei auch das städtische Ordnungsamt informiert worden, doch Abhilfe sei noch nicht geschaffen worden.

Ordnungsamtsleiterin Edith Müller bedauert, dass das Entfernen der Fäkalien nicht schneller erfolgte: „Wir kommen nicht hinterher.“ Grund dafür sei in erster Linie ein hoher Dauerkrankenstand beim städtischen Bauhof. Vor den Osterfeiertagen aber sollte es noch erledigt werden. Das Problem gebe es zudem vor allem noch im Bereich des Stadtgrabens, wo zudem Leinenzwang herrsche, ebenso an den Bruchteichen in Sooden, so Müller.

Zugleich äußert die Ordnungsamtsleiterin großes Unverständnis für die Ignoranz der Hundehalter, zumal überall Spender mit Hundekotbeuteln verteilt sind, die in den Abfallbehältern der Stadt entsorgt werden können. Sogar im Service-Büro im Rathaus könnten Beutel kostenlos abgeholt werden.

Das permanente Problem mit den Tretminen hatte Bürgermeister Frank Hix erst vor wenigen Wochen einmal mehr aufgegriffen und sich in einem Brief an alle Hundehalter gewandt. „Hundekot - gerade auf Kinderspielplätzen, Liegewiesen, öffentlichen Grünanlagen und Gehwegen“ ist gefährlich“, heißt darin mit Verweis darauf, dass die Haufen eine Infektionsquelle für folgenschwere Krankheitserreger sein könne.

Hix macht auch darauf aufmerksam, dass es Meinung vieler Hundehalter, mit der Hundesteuer sei das Entfernen der Hinterlassenschaften auf öffentlichen Wegen und Plätzen abgegolten, falsch ist.

Und wie kann dem konkreten Missbrauch des Bolzplatzes am Diebesturm Einhalt geboten werden? Frank Hix ruft dazu auf, dass sich Zeugen beim Ordnungsamt melden. Am hilfreichsten wäre, einen Hund „auf frischer Tat zu ertappen“ und ein Foto davon und vom Halter zu machen, wenn er die Exkremente nicht unverzüglich selbst entfernt. Erwischten Hundehaltern droht im Falle einer Anzeige ein Bußgeld von mindestens 100 Euro zuzüglich Gebühren.

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