Initiative setzt sich für Kinder und Familien ein

Bunte Vielfalt für Familien: Bürgermeister Frank Hix (links) und Annette Ruske-Wolf präsentieren mit den Ehrenamtlichen der Initiative „Anschwung für frühe Chancen“ ihre gesammelten Ideen. Das illustrierende Bild fertigte der Praktikant des Familienzentrums, Marian Hennemuth, an. Foto: Leissa

Bad Sooden-Allendorf. Die Initiative „Anschwung für frühe Chancen" will Bad Sooden-Allendorf kinder- und familienfreundlich machen.

Es hat ein wenig gedauert, aber nun herrscht Aufschwung bei der Initiative „Anschwung für frühe Chancen“ in Bad Sooden-Allendorf. Nach einem erfolgreichen Tag der Vision ließen die Ehrenamtlichen diese Revue passieren und stellten die in Angriff genommenen Projekte für eine kinder- und familienfreundliche Kurstadt vor.

Was ist schon da?  

Die Ehrenamtlichen sind sich darin einig, dass das Spiel- und Lernprojekt in Kooperation mit der Grundschule am Brunnen vor dem Tore ein voller Erfolg ist: Für die Nachmittagsbertreuung, in der die Kinder unter Aufsicht von Pädagogen Hausaufgaben machen, spielen und basteln, gäbe es keine freien Plätze mehr, sagt Annette Ruske-Wolf, pädagogische Mitarbeiterin der Stadt Bad Sooden-Allendorf.

Was Eltern für ihre Kinder noch in Anspruch nehmen können, sei aber die musikalische Frühförderung im Familienzentrum, die im Kontakt mit der Grundschule, dem Verein Hort Impuls und Schulsozialarbeitern stehe, so Ruske-Wolf. „Wir finden die Vernetzung unter den Ehrenamtlichen und den Projekten sehr wichtig. Denn dadurch können wir uns besser austauschen und weitere Ideen zu einer freundlicheren Stadt für Kinder, Jugendliche und Familien entwickeln“, sagt Ruske-Wolf. Auch Hilfe von außen ist willkommen: Mit einem Briefkasten für Kritik und Vorschläge soll die Meinung der Zielgruppe, also der Kinder bis zwölf Jahre und Familien aufgefangen werden.

Was fehlt noch?  

Bereits geplant, aber noch nicht umgesetzt, ist die Idee eines Beirates, in dem sich Kinder-, Jugendliche und Eltern austauschen können. Dieses Familienparlament könne direkter seine Wünsche und Kritiken besprechen und aktiv bei der Ideenentwicklung für das Projekt mitwirken, so Ruske-Wolf.

Trotz der großen Zahl der Projekte, die die Initiative durchführt, gäbe es aber noch defizitäre Bereiche für Familien in der Kurstadt. Das Paradebeispiel ist die medizinische Versorgung. „Wir haben keinen Kinderarzt in Bad Sooden-Allendorf“, sagt Susanne Mark, Grundschullehrerin in der Schule Am Brunnen vor dem Tore. „Und wenn das Kind ab 19 Uhr plötzlich krank wird, dann muss man bis Heiligenstadt oder Eschwege zum nächsten Arzt fahren!“ Wie sie dieses Problem lösen wollen und ob sie es überhaupt können, wissen die Ehrenamtlichen noch nicht.

Lösbar ist dagegen die Idee, mit Leihgroßeltern junge Familien zu entlasten. Diese könnten nach Absprache mit den Eltern ab und an auf die Kinder aufpassen.

Interessierte, die sich über die Projekte informieren möchten, wenden sich an Annette Ruske-Wolf im Familienzentrum in Bad Sooden-Allendorf.

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