Die letzten Tage von Jesus

Interaktiver Kreuzweg in Bad Sooden-Allendorf lädt zum Mitmachen ein

Machten ein Video aus dem Leidensweg Jesu: Pfarrerin Sara Wehowsky (von links), Drehbuchautorin Emelie Tölle, Mareike Ilkenhans, Anna Apel, Antonia Meister, Jan Constantin Schanze, Paul Hilbert und Pfarrer Thomas Schanze.
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Machten ein Video aus dem Leidensweg Jesu: Pfarrerin Sara Wehowsky (von links), Drehbuchautorin Emelie Tölle, Mareike Ilkenhans, Anna Apel, Antonia Meister, Jan Constantin Schanze, Paul Hilbert und Pfarrer Thomas Schanze.

Wie war das damals? Was hat Jesus als Mensch gewordener Sohn Gottes auf seinen letzten irdischen Tagen durchgemacht? Antworten auf diese Fragen gibt ein interaktiver Kreuzweg für Kinder und Familien, den in der Kernstadt von Bad Sooden-Allendorf die beiden evangelischen Kirchengemeinden und die katholische Kirchengemeinde in ihren Gotteshäusern aufgebaut haben.

Bad Sooden-Allendorf – Sie laden seit gestern bis zum Ostermontag Jung und Alt in die Kirchen St. Crucis, St. Marien und St. Bonifatius sowie auf das Gelände der Hospitalkapelle nicht nur zum Mitmachen, sondern auch dazu ein, gewissermaßen hautnah Jesu Leidensweg nachzuempfinden, der vor mehr als 2000 Jahren mit der Auferstehung des Herrn in Ostern als das höchste christliche Fest mündete.

Ausgedacht haben sich diese ungewöhnliche Form des Gottesdienstes ohne Pfarrer die sechs- bis elfjährigen Jungen und Mädchen des Kindergottesdienst-Teams mit der Gemeindereferentin Dorothee Koch, die beim Kirchenkreis seit neun Jahren zuständig ist für die Kinder- und Jugendarbeit in Bad Sooden-Allendorf. An sechs Stationen lässt sich der Leidensweg Jesu aktiv verfolgen. In Soodens Marienkirche liegt Krepppapier bereit, aus dem man Palmwedel basteln kann, die den Einzug Jesu nach Jerusalem symbolisieren sollen. Abgepackt und zum Verzehr oder zum Mitnehmen gibt es dort auch Traubensaft und Brot, sinnbildlich für das letzte Abendmahl.

Der Außenbereich der Hospitalkapelle steht für den Garten Gethsemane, wohin sich Jesus im Vertrauen auf Gott zum Gebet begab, ehe er verhaftet wurde. Dieses Gottvertrauen wird durch ein Seil dargestellt, an dem man sich mit geschlossenen Augen führen lässt. In der Bonifatiuskirche geht es um die Verurteilung Jesu durch den römischen Statthalter Pontius Pilatus, der ihm Gotteslästerung vorgeworfen hatte, weil er sich als Sohn des Hochgelobten bezeichnet hatte. Auf einer Tapete, vor der die Dornenkrone liegt, können Menschen dort ihre Fürbitten aufschreiben.

Aus Haselnuss- und Weidenzweigen lassen sich in der Crucis-Kirche kleine Kreuze herstellen. Ein mit Decken abgedunkeltes Iglu-Zelt unter der Kanzel stellt am Ende das in einen Fels gehauene Grabmal Jesu dar.

An allen Stationen sind neben passenden Illustrationen auch kindgerecht formulierte Texte zu finden, die den Leidensweg Christi beschreiben.

Ergänzt wird die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu durch ein Video, das den Betrachter nach Jerusalem in jenen Tagen führt. Das neunseitige Drehbuch zu dem 15-minütigen Streifen hat die Allendorfer Gymnasiastin Emelie Tölle geschrieben. Acht Szenen hat sich die 15-Jährige einfallen lassen, die an drei Tagen in der Krypta von Germerode, an den Hie- und Kripplöchern in Frankershausen, am Steinborn-Platz in Sooden und in der Crucis-Kirche von Pfarrer Thomas Schanze gedreht wurden, der auch Regie führte. Den geistlichen Impuls gab Pfarrerin Sara Wehowsky, während für Ton und Musik Vikar Christoph Brunhorn verantwortlich zeichnet.

Die 12- bis 17-jährigen Mitwirkenden, die sich „The G-Team“ nennen, sind neben Emelie auch Anna Apel, Paul Hilbert, Mareike Ilkenhans, Antonia Meister und Jan Constantin Schanze. Erstmals zu sehen ist das Video heute.

Video: ev-kirche-bsa.de oder auf den Youtube-Kanälen des Kirchenkreises und des Kooperationsraumes der evangelischen Kirchengemeinden Bad Sooden-Allendorf. (Chris Cortis)

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