Wählen, umbenennen, feiern

JAHRESAUSBLICK: Bad Sooden-Allendorf hat viel geplant für 2020

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Wie geht es mit der Stadtmauer weiter? Ein Ingenieur soll nun alle Schäden ermitteln und Vorschläge für das weitere Vorgehen machen.

Das neue Jahr ist noch recht jung, doch schon jetzt haben die Kommunen im Nordkreis volle Terminkalender. Wir liefern eine Übersicht über Neuerungen, Feste und Bauvorhaben – heute: Bad Sooden-Allendorf.

Politik

„Finanziell läuft es gut in unserer Stadt!“, findet Bürgermeister Frank Hix. Aktuell rechne die Stadt mit einem Überschuss in Höhe von 110 000 Euro – geplant waren 31 894 Euro. Am 6. September tritt Hix (CDU) gegen die von SPD, Grünen, Freien Wähler und FDP unterstützte Sandra Rhenius-Thimm bei der Bürgermeisterwahl an.

Wirtschaft

Die Werratal-Therme entwickele sich wirtschaftlich weiter gut, so Hix. Dies sei aber stark abhängig von nicht beeinflussbaren Faktoren wie Umlagen, EEG und Wetter. „Das Defizit von rund 740 000 Euro konnte in den vergangenen Jahren auf 340 000 Euro nahezu halbiert werden.“ Hix hofft, dass sich Zusammenarbeit und Vermarktung von Tourismus, Kurbetrieb, Werratal-Therme und Freibad durch die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) verbessern. Das Kultur- und Kongresszentrum (KuK) werde auch ohne Hotel vom Stadtmarketing gut vermarktet, genutzt und vermietet, so Hix. „Das Betriebsergebnis des KuK ist nach der Übernahme, also ohne einen Mietbeitrag von 100 000 Euro an Herrn Eymer, deutlich besser geworden.“

Bauen

„Die Stadt verfügt bis auf wenige extrem sanierungsbedürftige Gebäude kaum über Leerstände“, sagt Hix stolz. Die Nachfrage nach Wohnraum sei groß, die Baugebiete nahezu ausverkauft. Laut Hix besteht dank des Förderprogramms die Chance, dass etwa die Häuser Strauch und Knauff oder ähnliche Immobilien wieder genutzt werden. Eine Attraktivierung der Stadtkerne könne für Gewerbetreibende interessant werden. Jetzt müsse aber zunächst das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) vom Parlament beschlossen und bis 13. November 2020 beim Wirtschaftsministerium zur Anerkennung vorgelegt werden. Erst dann könne über Förderanträge entschieden werden.

Für den Erhalt der Stadtmauer sei Geld für kleine Reparaturen eingeplant. Zudem soll ein Ingenieur eine Bestandsaufnahme machen und Vorschläge zum weiteren Vorgehen vorlegen. Die Sanierung des Ostturmes am Gradierwerk ist abgeschlossen. „Durch die Landesförderung und die ehrenamtliche Mithilfe des Vereins für Heimatkunde hat das Budget, das zunächst ohne Turm aufgestellt wurde, sogar hierfür noch ausgereicht“, sagt Hix.

Weitere Bauprojekte seien der Dorfmittelpunkt in Dudenrode, die Planung des Hochwasserschutzdamms, Planungen für die Brücken im Forellental und am Franzrasen, die Planung und Endausbau im Baugebiet Wassergraben II, der Endausbau der Straße Sooden-Süd sowie der Umzug des Stadtarchivs.

Feste

Ab 7. April wird es bis November jeden ersten Dienstag im Monat von 16 bis 20 Uhr den „Bio-Markt ab 4“ geben. Zudem stehen die Traditionsfeste an: die Märchenwoche ab Ostersonntag, das Brunnenfest an Pfingsten und das Erntedank- und Heimatfest am 3. Augustwochenende. Der Gewerbeverein HIB plant Veranstaltungen auf dem Marktplatz, sagt Hix: „Dazu kommen 24 Veranstaltungen unter dem Motto „BSA hört Beethoven“. Zudem werden 30 Jahre Partnerschaft mit Bad Frankenhausen gefeiert.

Mithilfe erwünscht

Für die Umbenennung des Johannes-Rädlein-Weges sind Anwohner und Bürger für Mitte Februar 2020 zu einer Bürgerinformation mit Stadtarchivarin Dr. Laumann-Kleineberg geladen. „Mit den Anliegern soll über den künftigen Straßennamen beraten werden“, so Hix. Am 20. März soll das Stadtparlament über den Vorschlag debattieren.

Kind und Kegel

Mit der ehrenamtlichen Initiative aus Oberrieden soll ein Waldkindergarten eingerichtet werden, sagt Hix. Ab August müssen die Kommunen das Gute-Kita-Gesetz“ umsetzen, das für mehr Erzieher und somit für Zeit für jedes betreute Kind in Kitas und Krippen sorgen soll.

Nicht verpassen!

Vier besondere Veranstaltungen „live on Stage“ im KuK empfiehlt Hix: Justus Frantz (12. April), die Mallorca-Party Nordhessen (30. April), das Sinfonieorchester Berlin (20. Juni) und Adel Tawil & Band (11. September).

Und sonst?

„Schloss Rothestein ist noch immer nicht für die Öffentlichkeit zugänglich“, bedauert Hix. Man habe bei Gericht und dem verwaltenden Notar gemahnt, dass das Schloss ohne Nutzung weiter an Substanz und Wert verliert. Es gebe weiter Anfragen von Investoren und Paaren.

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