Musiker zwischen zehn und 80 Jahren

Jubelstürme für Frankerhäuser Musikzug

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Firm in allen Musik-Genres: Das Orchester aus Berkatal – hier ein Teil der jungen Damen am Saxophon – begeisterte mit seinem schon traditionellen Winterkonzert wieder im Kultur- und Kongresszentrum in Sooden.

Bad Sooden-Allendorf. Die Mitglieder des Fanfaren- und Musikzugs Frankershausen boten während ihres Konzerts Stücke für jeden Geschmack und wurden dafür vom Publikum gefeiert.

Wahre Jubelstürme löste am Dienstagabend der Fanfaren- und Musikzug Frankershausen mit seinem schon traditionellen Winterkonzert im Kultur- und Kongresszentrum der Badestadt aus. Die 60 Musizierenden im Alter von unter zehn bis 80 Jahren brannten ein Feuerwerk der guten Laune ab und wurden ihrem Ruf als grandioser Klangkörper einmal mehr in jeder Weise gerecht.

Seit sieben Jahren ist die in dieser Zusammensetzung in Nord- und Mittelhessen einzigartige Truppe Stammgast in Bad Sooden-Allendorf und glänzt unter ihren Dirigenten Edgar Maurer und Otto Koppe „zwischen den Jahren“.

Schon eine Stunde vor dem Beginn mit Pauken und Trompeten hatte sich eine dichte Menschentraube gebildet vor den noch verschlossenen Türen des Mozartsaales, hinter denen beim letzten Sound-Check vor allem Musikzug-Chef Koppe seine Leute heiß machte: „Ihr müsst brennen“, forderte er von jedem Einzelnen höchste Konzentration und beschwor einen musikalischen „Tsunami“ herauf.

Den lieferten prompt die Akteure auf der Bühne, und das Publikum ließ sich mehr als nur bereitwillig mitreißen vom Strudel der Glücksgefühle. Von Märschen, über Polka, Samba-Klänge, den Happy-Party-Sound von James Last, die Interpretation gängigster Melodien von Simon and Garfunkel bis hin zu dem von der siebenjährigen Amelie auch visualisierten Titelsong aus dem Musical „König der Löwen“ hatte der Fanfaren- und Musikzug - mal getrennt, mal gemeinsam - für jeden Geschmack etwas dabei.

Erwähnenswert sind die gekonnten Einlagen der Posaunisten Heiko Ebhardt, Eckhard Schill und Roland Schulz, des Tenorhorn-Solisten Udo Scharf und des gesanglichen Duetts Helga Wirkner und Volker Schindewolf. Geradezu enthusiastisch gefeiert wurde Sally Junk, die als Solistin mit einer phantastischen Stimme brillierte und dabei Hits auch von Deutschlands Schlagerkönigin Helene Fischer tadellos interpretierte.

Ob Jung oder Alt - eines hatten alle Akteure gemeinsam: die fast mit Händen greifbare Freude an der Musik, wovon sich die Zuhörer im proppenvollen Saal nur allzu gerne anstecken ließen.

Kreisstabführer Edgar Maurer, der einige Konzerttitel selbst bearbeitet hatte, erhielt als Dirigent des Fanfarenzuges ebenso ein Präsent wie sein Kollege Otto Koppe, der seine Dirigentenrolle wieder einmal mit vollem Körpereinsatz ausfüllte und ein Beispiel dafür gab, wie Musik buchstäblich gelebt wird.

Mit Blumen und herzlichem Beifall ebenfalls verabschiedet wurde Kerstin Saalfeld-Koppe, die als charmante und sachkundige Moderatorin mit historischen und musikgeschichtlichen Anmerkungen durch den Abend führte.

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