Antwort der Stadt wird erwartet

Jugendrat will auch Schüler aus anderen Kommunen mitwählen lassen

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Sie bereiten die Installation eines Jugendrates vor: Yannis Stegmann (hinten, von links), Clemens Kampmann, Lukas Lewetz und Schulsozialarbeiter Daniel Schindewolf; vorn von links: Tabea Schluckebier, Hendric Woltmann, Luisa Fricke, Eva Vogel und Juz-Leiter Norbert Woltmann.

Bad Sooden-Allendorf. Mit Spannung erwartet man im Jugendzentrum, dem Sitz des künftigen Jugendrates, die Antwort der Stadt zur möglichen Zusammensetzung des Gremiums.

Konkret geht es um die Frage, ob Bad Sooden-Allendorf als Wohnort zwingende Voraussetzung für das aktive und passive Wahlrecht der jungen Leute ist, gab deren Sprecher Lukas Lewetz auf einer Pressekonferenz mit seinen Mitstreitern bekannt.

Diese rekrutieren sich aus Schülern der örtlichen Rhenanus-Schule. Sie bereiten seit einem Jahr die Installation eines Jugendrates intensiv vor und sind hoch motiviert, wie am Wochenende ihre geschlossene Teilnahme an einer Klausurtagung in Reichenbach unterstrich.

Als „Geburtshelfer“ für den Jugendrat waren ebenfalls dabei: Schulsozialarbeiter Daniel Schindewolf und der Leiter des Jugendzentrums, Norbert Woltmann.

Nach der übereinstimmenden Auffassung der zwischen 15 und 17 Jahre alten Aktivisten Luisa Fricke, Tabea Schluckebier, Eva Vogel, Noah Guhmann, Lukas Lewetz (alle Bad Sooden-Allendorf), Clemens Kampmann, Yannis Stegmann und Hendric Woltmann (alle Witzenhausen), sollen wahlberechtigt sein alle zwölf- bis 19-jährigen Jugendlichen aus der Badestadt, aber auch jene, die anderswo - etwa in Witzenhausen - wohnen, jedoch in Bad Sooden-Allendorf zur Schule gehen. So haben es die jungen Leute auch in einem Satzungsentwurf formuliert. Und genau das ist der Knackpunkt. Denn: Auch in den städtischen Gremien - etwa im Parlament - kann nur Sitz und Stimme haben, wer seinen Wohnsitz in Bad Sooden-Allendorf hat. Gleiches gilt auch für das aktive Wahlrecht.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte denn auch Richard Sorbe als Büroleiter im Allendorfer Rathaus, es bestehe noch Beratungsbedarf in den städtischen Gremien. Er zeigte sich überzeugt, dass „eine Entscheidung im Januar“ fallen werde. Eine Prognose, wie die ausfallen würde, wagte er aber nicht.

Dem noch zu bildenden Jugendrat, den die Stadt grundsätzlich begrüßt und mit jährlich 3000 Euro für Investitionen und weiteren 1000 Euro zur freien Verfügung unterstützen will, sollen nach Vorstellung der Jugendlichen jeweils drei Vertreter der Zwölf- bis 14-Jährigen, der 15- bis 17-Jährigen sowie der 18- und 19-Jährigen angehören. Die Jugendlichen haben sich Bildungs- und Projektarbeit auf die Fahnen geschrieben und streben mit dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung und deren Ausschüssen ein Rede- und Vorschlagsrecht an in allen Angelegenheiten, welche die Jugendlichen betreffen.

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