Badestädter Parlament gibt grünes Licht

Kapelle in Kleinvach kann saniert werden

Ihr Dach kann saniert werden: die Adreaskapelle in Kleinvach.
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Ihr Dach kann saniert werden: die Adreaskapelle in Kleinvach.

Mit der Bewilligung eines Investitionszuschusses in Höhe von 160 000 Euro hat das Badestädter Parlament grünes Licht für die Dach-Sanierung der Friedhofskapelle im Stadtteil Kleinvach gegeben.

Bad Sooden-Allendorf – In der Sitzung am Freitagabend im Kur- und Kongresszentrum fiel die Entscheidung mit 15 Ja- gegen sieben Nein-Stimmen bei einer Enthaltung.

In einer ersten Reaktion gegenüber unserer Zeitung zeigte sich Pfarrer Dr. Daniel Bormuth „überglücklich“. Neben Sooden betreut er seelsorgerisch auch Kleinvach.

Seit mehr als drei Jahren sei die Andreaskapelle auf dem außerhalb des Ortes gelegenen Friedhof nicht mehr zu benutzen, sodass man für die Trauerfeiern in die Dorfkirche ausweichen müsse, konstatierte der Geistliche. Er äußerte zugleich Verständnis für die Abgeordneten, die den Beschluss nicht mitgetragen hätten.

Die zeigten wenig Neigung, viel Geld in ein Projekt zu investieren, das nicht der Stadt gehört, sondern Eigentum der Kirche ist. So hatte Michael Siedler (Bündnis 90/Die Grünen) auf die „bedenkliche Finanzlage“ der Stadt und darauf hingewiesen, dass nicht nur das Dach der Kapelle, sondern der gesamte Baukörper sanierungsbedürftig sei und deshalb „eventuell eine andere Lösung“ in Betracht komme. Einen Neubau, den er noch in der vorangegangenen Bauausschusssitzung ins Gespräch gebracht hatte, erwähnte er allerdings nicht. Der Argumentation Siedlers schloss sich CDU-Fraktionschef Georg von Lüninck an.

Andererseits, so der Pfarrer zur HNA, sei die Kommune verantwortlich, eine Friedhofshalle vorzuhalten, als welche die Kapelle diene.

Der städtische Zuschuss deckt den größten Teil der mit 220 000 Euro geschätzten Gesamtkosten der Dach-Sanierung. 60 000 Euro an Fördermitteln sind bereits über das Dorferneuerungsprogramm bewilligt.

Weil es sich bei der Kapelle um ein Denkmal handelt, sind weitere 80 000 Euro als Fördermittel von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beantragt. Eine Entscheidung ist aber erst Anfang nächsten Jahres zu erwarten. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, würde sich der Zuschuss der Stadt entsprechend verringern. (zcc)

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