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Adel Tawil begeistert 850 Fans in Bad Sooden-Allendorf

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Andreas Fischer (von links), Samuel Oetting und Franziska Fischer-Oetting mit Plakaten
Fans mit Wünschen und Begeisterung: Andreas Fischer (von links), Samuel Oetting und Franziska Fischer-Oetting wurden - wie viele andere auch - vom Künstler gesehen. © Hendric Woltmann

„Endlich kann ich hier sein, endlich wieder ein tolles Publikum, und ich merke gleich, wie sehr mir das gefehlt hat“ – so begrüßte Adel Tawil euphorisch seine mehr als 850 Fans am Freitagabend im Kultur- und Kongresszentrum in Bad Sooden-Allendorf.

Bad Sooden-Allendorf – Der ehemalige „Ich+Ich“- Künstler sollte eigentlich schon 2020 in der Badestadt auftreten. Aufgrund „der schwierigen Zeit“ während der Pandemie, wo er sich auf die positiven Geschichten fokussierte, konnte er „endlich“ nach zwei Jahren das Konzert nachholen.

Es war nicht ausverkauft, doch fast alle, die gekommen waren, waren begeistert. So auch Tanja Kaufmann, die aus Bad Hersfeld angereist war und schon zum vierten Mal auf einem Konzert von Adel Tawil war: „Es ist so gemütlich, intim, ehrlich und mitreißend. Das liegt auch daran, weil es so schön klein hier ist, es ist einfach großartig.“

Begeistert war auch Familie Fischer von dem Konzert, zusätzlich hielten Sohn Samuel und Mutter Franziska jeweils ein Pappschild hoch. Adel Tawil entging das nicht und zwischen zwei Songs sprach er ein Kompliment an Samuel aus, dass er vom ersten Lied an ununterbrochen sein Schild hochhielt. Er könne das Schild runternehmen und erfülle sein Wunsch, sagte der Sänger. Das tat er dann auch gleich während des nächsten Songs und machte ein Foto mit Samuel.

Samuel war nicht der Einzige, den Adel Tawil mit dieser Geste in der ersten Reihe glücklich machte. Während des ganzen Auftritts fiel auf, wie nah der Künstler an den Zuschauern war und wie aufmerksam er mit dem Publikum interagierte. Es war von Anfang an keinerlei Distanz zwischen Popstar und Publikum zu spüren. „Ich finde es klasse, dass so ein Star in unserer Region ist. Der hat so eine schöne Stimme, die erkennt man sofort“, schwärmte Bärbel Rheinländer.

Abel Tawil mit rechter Hand in Gips und Mikro in der linken Hand
Rechte Hand in Gips: Abel Tawil sang mit Handicap, was ihn aber sichtlich nicht störte. © Hendric Woltmann

Auch nach einem Appell des Sängers, dass alle Zuschauer bitte viel trinken sollen und die Band dafür Wasserflaschen in die Menge warfen, kippten zwei Personen in der schwülen und warmen Luft im großen Mozartsaal um. Die Sanitäter waren sofort zur Stelle, den betreffenden Personen geht es wieder gut. „Bis auf die beiden Zwischenfälle lief alles reibungslos, wie aus dem Bilderbuch“, fand Kurdirektor Jens Lüdecke. Durch die nachzuholenden Termine der vergangenen beiden Jahre und den zusätzlichen Events in diesem Jahr sei viel durcheinandergeraten, meinte er. Die Technik- und Eventbranche sei gerade sehr gefragt, trotzdem habe alles ohne Zwischenfälle funktioniert.

„Seine Texte sind sehr gut, er nimmt dabei immer das aktuelle Geschehen mit auf und es ist einfach gute deutsche Musik“, sagte Marie Pfeffer. Neben seinen bekanntesten Liedern „Tu m’appelles“ und „Zuhause“ stellte Abel Tawil viele Songs von seinem jüngsten Album „Alles lebt“ vor.

Zufrieden verließen die Zuschauer das Konzert, und wer weiß, welcher Star als Nächstes nach Bad Sooden-Allendorf kommt.

Von Hendric Woltmann

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